Letzte Aktualisierung: 15. Juli 2020

Position

Zukunft des Arbeitsschutzes

Der Arbeitsschutz in Deutschland und Bayern ist kein Selbstzweck, sondern liefert einen großen Mehrwert für Unternehmen und ihre Beschäftigten. Allein die Einsparungen durch weniger Arbeitsunfälle und damit verbundenen Arbeitsunfähigkeitstagen sind beträchtlich. Auch die vielfältigen präventiven Maßnahmen, die Unternehmen in Corona-Zeiten zur Aufrechterhaltung ihrer Produktion oder beim Wiederhochfahren ergriffen haben, dienen dem Schutz der Mitarbeiter und helfen, die Pandemie einzudämmen.

Komplexe Prozesse erfordern besonderen Arbeitsschutz

Doch auch unabhängig von Herausforderungen wie Pandemien nimmt die bayerische M+E Industrie den Arbeitsschutz sehr ernst, denn zahllose komplexe Arbeitsprozesse erfordern besondere Aufmerksamkeit. Bei der betrieblichen Umsetzung bieten die Möglichkeiten von Industrie 4.0 vielfältige unterstützende Maßnahmen an: Gefährliche Arbeiten werden zum Beispiel von kollaborierenden Robotersystemen übernommen, körperlich anstrengende Arbeiten durch Assistenzsysteme erleichtert. Doch auch über diese technischen Neuerungen hinaus wurden die Arbeitsplätze längst nach den aktuellsten Sicherheitsstandards umgestaltet.

Hohe Standards im internationalen Vergleich

Auch durch diese Anstrengungen reduzierte sich die potenzielle Unfallgefahr für die Beschäftigten in der bayerischen M+E Industrie auf ein deutlich geringeres Risiko. Die Statistik der meldepflichtigen Arbeitsunfälle zeigt, dass in den letzten beiden Jahrzehnten Arbeitsunfälle um fast die Hälfte zurückgegangen sind. Dieser Trend setzt sich fort. Deutschland verfügt bereits heute im internationalen Vergleich über sehr hohe Arbeitsschutzstandards. Auf diesem Niveau kann ein Mehr an gesetzlichen Vorgaben in der Regel kein Mehr an Sicherheit bringen.

Für die Zukunft gilt es daher, unnötige Ausweitungen der gesetzlichen Vorgaben für die Unternehmen zu vermeiden sowie Corona-bedingte Vorgaben bzw. Empfehlungen für Schutzmaßnahmen zeitlich zu befristen. Nicht nur die künftigen Regelwerke, sondern auch die derzeit gültigen müssen permanent auf Praxistauglichkeit und überflüssigen bürokratischen Aufwand geprüft und bei Bedarf verschlankt werden.


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Andreas Kreutzer
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