Letzte Aktualisierung: 19. April 2018

Perspektiven M+E / Bayernweit

Rückblick - Arbeitswissenschaftskongress 2018

Unser diesjähriger Arbeitswissenschaftskongress widmete sich dem Thema "Zukunftsfeste Strukturen, leistungsfähige Mitarbeiter: Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit". Rund 70 Teilnehmer kamen am 18. April 2018 nach München zum Kongress.

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie haben in den vergangenen Jahren hart dafür gearbeitet, sich gut für den internationalen Wettbewerb aufzustellen: „Die bayerischen M+E Exporte beliefen sich im Jahr 2017 auf über 130 Milliarden Euro. Das ist ein neuer Exportrekord,“ sagte bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bei der Begrüßung der Gäste. Die Branche könne sich auf diesen Lorbeeren allerdings nicht ausruhen: „Die Unternehmen müssen sich ihre Spitzenposition immer wieder neu erkämpfen.“

Leistungsfähigkeit erhalten

Brossardt machte deutlich, dass es immer mehr darauf ankomme, die Kernthemen Demografie und Ergonomie, Arbeitszeit, Entgeltgestaltung und Arbeitssicherheit eng verzahnt miteinander zu betrachten: "Unsere Unternehmen sind mehr denn je darauf angewiesen, dass ihre Mitarbeiter bis ins Alter fit und leistungsfähig bleiben und dass diese Leistungsfähigkeit auch optimal genutzt wird."

Prof. Dr. Klaus Bengler, Inhaber des Lehrstuhls für Ergonomie an der TU München, machte in seinem Vortrag deutlich, welchen Einfluss die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen hat. Einen Einblick in die Unternehmenspraxis gab Christian Köstler, Geschäftsführer Operations / COO, Dehn + Söhne GmbH + Co. KG, Neumarkt. Er zeigte, wie mit Human Work Design Arbeitssysteme zugleich effizient und ergonomisch gestaltet werden.

Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt

Die Entwicklungen der Industrie 4.0 nahm Dr. Ernst Bartels unter die Lupe, der bei der ZF Friedrichshafen AG in Schweinfurt für das Change Management zuständig ist. Er sprach darüber, wie die digitale Arbeitswelt die Herausforderungen für Führungskräfte verändert, z. B. bei der Leitung eines virtuellen Teams, das auf der ganzen Welt und über verschiedene Zeitzonen verteilt sitzt.

Schichtplanung mit Teilzeitkräften

Die Digitalisierung verändert auch die Erwartungen der Arbeitnehmer, die sich – auch auf Basis des aktuellen Tarifvertrags – immer öfter Teilzeitregelungen wünschen. Marcel Wiedemann, Leiter des Bereichs Arbeitswissenschaft bei bayme vbm, zeigte in seinem Vortrag auf, welche Problemstellungen sich dadurch für die Schichtplanung ergeben und auf welche konkreten Lösungen Unternehmen zurückgreifen können.

Yvonne Wahl, Internationale Steuerung Arbeitssicherheit und Ergonomie, und Dr. Fabian Günzkofer, SERA Spezialist Arbeitssicherheit und Ergonomie, informierten über den ganzheitlichen Ansatz, den die BMW Group im Bereich Ergonomie und Arbeitsschutz verfolgt. Dabei stellten sie auch das BMW-eigene Bewertungssystem SERA – Sicherheits- & Ergonomie Risikoanalyse vor: eine global einsetzbare Bewertungsmethode für die Automobilindustrie zur Belastungs- und Gefährdungsbeurteilung.

Rückblick

Rückblick - Arbeitswissenschaftskongress 2018
am 18.04.2018 in München

Information
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Vortrag
Prof. Dr. Klaus Bengler, TU München: Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter als Wettbewerbsfaktor
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Vortrag
Christian Köstler, Dehn & Söhne GmbH & Co. KG: Human Work Design - MTM bei der DEHN + SÖHNE GmbH + Co.KG.
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Vortrag
Marcel Wiedemann, bayme vbm: Schichtplanung mit individueller Arbeitszeitreduzierung
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Vortrag
Dr. Fabian Günzkofer / Yvonne Wahl, BMW Group: Arbeitsschutz in der Industrie 4.0

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+49 (0)89-551 78 91-152
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