Letzte Aktualisierung: 11. Dezember 2019

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Psychische Erkrankungen: Zahl der Fehltage gestiegen

Mit einem Krankenstand von 5,1 Prozent haben die Fehlzeiten bei den Beschäftigten im Jahr 2018 einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus dem aktuellen BKK-Gesundheitsreport 2019 hervor. Vor allem die starke Grippewelle des vergangenen Jahres und der damit verbundene Anstieg der Fehltage aufgrund Atemwegserkrankungen bzw. Infektionen ist für diesen Rekordwert verantwortlich. Daneben stiegen aber auch die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent.

Durchschnittlich 2,9 AU-Tage pro Beschäftigten wurden 2018 durch psychische Erkrankungen verursacht. Das entspricht, gemessen an den 18,5 AU-Tagen je Beschäftigten insgesamt, fast jedem sechsten AU-Tag (15,7%). Damit liegen die psychischen Störungen hinter den Muskel-Skelett-Erkrankungen (23,8%) sowie den Atemwegserkrankungen (16,4%) als AU-Ursache in diesem Jahr auf dem dritten Platz.

Zehn-Jahres-Vergleich

Verglichen mit den Werten von 2008 zeigt sich bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen ein Anstieg um ein Drittel (+34,2%) sowie bei den Atemwegserkrankungen um mehr als die Hälfte (+51,7%). Im gleichen Zeitraum haben sich hingegen die Fehltage aufgrund psychischer Störungen mehr als verdoppelt (+129,4%).

Diese hohe Zunahme ist unter anderem dadurch begründet, dass hier mit jedem Krankheitsfall überdurchschnittlich viele Fehltage (im Schnitt 37 Tage je Fall) verbunden sind. Dabei ist der Anteil Betroffener mit einer psychischen Erkrankung in Deutschland in der letzten Dekade jedoch nahezu unverändert geblieben: Etwa 30% der Gesamtbevölkerung erkrankt laut Robert Koch-Institut mindestens einmal im Leben an einer psychischen Störung.

Bessere Diagnose, schnellere Therapie

Wie der BKK-Report feststellt, kommt der Anstieg bei den AU-Tagen vor allem durch eine schnellere und bessere Diagnostik und Therapie zustande, die häufiger als früher Betroffene erkennt und behandelt.

Die öffentliche Diskussion des Themas hat zudem dazu beigetragen, dass die Stigmatisierung der Betroffenen abgenommen und gleichzeitig ein deutlicher Anstieg von Maßnahmen und Initiativen zur Förderung psychischer Gesundheit zu verzeichnen ist.

Unterstützung bei der Prävention

bayme vbm unterstützen ihre Mitgliedsunternehmen bei der Prävention von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz und beim Umgang mit Betroffenen. In Zusammenarbeit mit renommierten Experten haben bayme vbm Workshops zur Weiterbildung von Führungskräften, Personalverantwortlichen und Betriebsärzten zum Thema Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz konzipiert.

Erfahrene Psychologen vermitteln in den Workshops grundlegende arbeitspsychologische Kenntnisse sowie Leitlinien für eine der jeweiligen Situation angemessenen Kommunikation. Die Teilnehmer erhalten wertvolle Tipps, wie sie frühe Warnsignale erkennen und welche Unterstützungsangebote sie betroffenen Mitarbeitern geben können. Diese Workshops bieten bayme vbm auch als Inhouse-Training an.

Kostenloser und anonymer Beratungsservice

Darüber hinaus bieten bayme vbm einen telefonischen Beratungsservice an, der sich sowohl an Mitarbeiter als auch an Führungskräfte unserer Mitgliedsunternehmen richtet. Zwei erfahrene Arbeitspsychologen mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung stehen Ratsuchenden zur Seite und erarbeiten, gemeinsam mit den Betroffenen Lösungen oder finden geeignete Ansprechpartner vor Ort. Führungskräfte können sich in Bezug auf den Umgang mit psychisch belasteten Mitarbeitern coachen lassen.


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