Letzte Aktualisierung: 28. März 2019

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Psychische Störungen: Arbeit macht nicht krank

Die Zahl der Krankentage wegen psychischer Probleme hat sich innerhalb von zehn Jahren auf zuletzt 107 Millionen pro Jahr verdoppelt. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.

Die steigende Zahl der Diagnosen psychischer Leiden wird häufig in Bezug gesetzt zu den steigenden Anforderungen der modernen Arbeitswelt und den angeblich dadurch steigenden Risiken für psychische Belastungen am Arbeitsplatz. Fakt ist jedoch: Arbeit macht nicht krank.

Individuelle Risiken unterschiedlich

Gut gestaltete Arbeitsbedingungen wirken sich vielmehr sogar positiv auf die Psyche aus, wie Studien belegen. Die ansteigende Zahl an Diagnosen ist vielmehr darauf zurückzuführen, dass Betroffene heute häufiger aufgrund psychischer Erkrankungen einen Arzt aufsuchen und dieser öfters als früher die zutreffende Diagnose stellt.

Zudem sind die Ursachen für psychische Erkrankungen nur multikausal erklärbar. Das Erkrankungsrisiko hängt stark von den individuellen Voraussetzungen ab, z. b. von der persönlichen Resilienz (Widerstandskraft). Auch persönliche Verhaltensweisen wie zu wenig Schlaf oder Alkoholmissbrauch können die Entstehung psychische Störungen fördern. Sie können sogar körperliche Ursachen haben: So werden etwa Depressionen durch Fehlfunktionen der Schilddrüse oder Diabetes begünstigt, wie eine US-Auswertung von 42 Studien ergeben hat.

Unterstützung bei der Prävention

bayme vbm unterstützen ihre Mitgliedsunternehmen bei der Prävention von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz und beim Umgang mit Betroffenen. In Zusammenarbeit mit renommierten Experten haben bayme vbm Workshops zur Weiterbildung von Führungskräften, Personalverantwortlichen und Betriebsärzten zum Thema Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz konzipiert.

Erfahrene Psychologen vermitteln in den Workshops grundlegende arbeitspsychologische Kenntnisse sowie Leitlinien für eine der jeweiligen Situation angemessenen Kommunikation. Die Teilnehmer erhalten wertvolle Tipps, wie sie frühe Warnsignale erkennen und welche Unterstützungsangebote sie betroffenen Mitarbeitern geben können. Diese Workshops bieten bayme vbm auch als Inhouse-Training an.

Kostenloser und anonymer Beratungsservice

Darüber hinaus bieten bayme vbm einen telefonischen Beratungsservice an, der sich sowohl an Mitarbeiter als auch an Führungskräfte unserer Mitgliedsunternehmen richtet. Zwei erfahrene Arbeitspsychologen mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung stehen Ratsuchenden zur Seite und erarbeiten, gemeinsam mit den Betroffenen Lösungen oder finden geeignete Ansprechpartner vor Ort. Führungskräfte können sich in Bezug auf den Umgang mit psychisch belasteten Mitarbeitern coachen lassen.


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