Letzte Aktualisierung: 22. November 2019

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Handelsabkommen der EU mit Singapur ab 21. November 2019 in Kraft

Das von der Europäischen Union und der Republik Singapur am 19. Oktober 2018 unterzeichnete Handelsabkommen tritt am 21. November 2019 in Kraft. Es ist das erste bilaterale Handelsabkommen der Europäischen Union mit einem südostasiatischen Land. Angesichts eines Gesamtvolumens des bilateralen Handels von über 53 Milliarden Euro bei Waren und 51 Milliarden Euro bei Dienstleistungen ist Singapur der weitaus größte Handelspartner der EU in Südostasien.

Das Abkommen senkt die Zölle auf beiden Seiten: Singapur schafft alle verbleibenden Zölle auf bestimmte EU-Erzeugnisse ab, der derzeitige zollfreie Zugang für alle anderen EU-Erzeugnisse bleibt unverändert. Die EU öffnet im Gegenzug ihren Markt für über 80 % aller Einfuhren aus Singapur zollfrei und wird die übrigen Zölle innerhalb weniger Jahre abschaffen. Darüber hinaus werden technische und nichttarifäre Handelshemmnisse in Bereichen wie Elektronik, Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile sowie erneuerbare Energien abgeschafft. Genauere Informationen zu den Inhalten des EU-Singapur Handelsabkommens finden Sie hier .

Das ebenfalls am 19. Oktober 2018 unterzeichnete Investitionsschutzabkommen muss noch von allen EU-Mitgliedsstaaten nach deren jeweiligen nationalen Verfahren ratifiziert werden, bevor es in Kraft treten kann. Die beiden Abkommen werden dann der erste Baustein eines künftigen interregionalen Handels- und Investitionsabkommens zwischen der EU und der gesamten ASEAN-Region sein. Das Abkommen setzt in Zeiten protektionistischer Tendenzen ein starkes Zeichen für den Freihandel.


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Janina Steinle

Außenwirtschaft

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