Letzte Aktualisierung: 09. Juli 2019

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EU und Vietnam unterzeichnen Freihandels- und Investitionsschutzabkommen

Im Oktober 2012 wurden die ersten Verhandlungen zwischen der EU und Vietnam über ein Freihandelsabkommen aufgenommen, 2015 erfolgte die Grundsatzeinigung und die Vorstellung des Verhandlungsergebnisses. Die Unterzeichnung der Freihandels- und Investitionsschutzabkommen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten und Vietnam fand am 30. Juni 2019 in Hanoi statt. Sobald das Europäische Parlament seine Zustimmung erteilt hat, kann das Handelsabkommen vom Rat offiziell abgeschlossen werden und soll Anfang 2020 in Kraft treten. Das Investitionsschutzabkommen hingegen muss zunächst von den EU-Mitgliedsstaaten nach ihren jeweiligen internen Verfahren ratifiziert werden.

EU-Vietnam-Freihandelsabkommen vergrößert Spielraum für bayerische Unternehmen

Vietnams herstellende Industrie steigert ihre Produktion und damit auch die Nachfrage nach Metallkomponenten. Lokale Zulieferer investieren, um internationalen Ansprüchen genügen zu können. Als Vietnams größter Handelspartner innerhalb der EU ist der Zugang für deutsche und bayerische Produkte auf dem immer wichtiger werdenden vietnamesischen Markt mit seinen rund 95 Millionen Einwohnern gesichert. So werden neue Arbeitsplätze geschaffen und bestehende erhalten. Auch vietnamesische Produkte bekommen besseren Zugang zum deutschen Markt.

Die wesentlichen Vorteile des Abkommens

Durch das Freihandelsabkommen ergeben sich zahlreiche Erleichterungen für die Metall- und Elektrobranche. 99 Prozent aller Zölle auf Warenlieferungen aus Europa sollen innerhalb von zehn Jahren nach Inkrafttreten abgebaut werden. Bisher erhebt Vietnam auf deutsche Importe im Maschinenbau rund 35 Prozent, auf deutsche Autos sogar bis zu 78 Prozent Zoll.

Auch nicht-tarifliche Hindernisse werden abgebaut. So können sich europäische, deutsche und bayerische Unternehmen freuen, dass Vietnam verstärkt internationale Standards und EU-Konformitätserklärungen für Kraftfahrzeuge anerkennen wird.

Zudem erhalten europäische Unternehmen verbesserten Zugang zu öffentlichen Aufträgen in Vietnam. Darüber hinaus wurde vereinbart, EU Investitionen in den vietnamesischen Maschinenbau weiter zu fördern und zu schützen.

Innovationen, Technologien und Marken europäischer Unternehmen werden durch das Abkommen besser geschützt.

Unterstützung von Unternehmen

Einen Überblick über das Abkommen bietet die englischsprachige Broschüre der EU Kommission „Guide to the EU-Vietnam trade and investment agreements“. Dort sind verschiedene Institutionen gelistet, an die sich interessierte Unternehmen bei Fragen wenden können. Sowohl bei der deutschen Botschaft, beim deutschen Generalkonsulat als auch bei der AHK Vietnam im Deutschen Haus in Ho Chi Minh City wird über die Abkommen informiert.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Website: www.vietnam.diplo.de
E-Mail: info@hano.diplo.de
Addresse: 29 Tran Phu Street, HANOI
Tel: +84 24 3267 3335

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Website: www.vietnam.diplo.de
E-Mail: info@hoch.diplo.de
Addresse: 33 Le Duan, District 1, Ho Chi Minh City, 710088, Vietnam
Tel.: +84 28 – 3828 8100 / Fax: +84 28 – 3828 8101

AHK Vietnam
Website: www.vietnam.ahk.de
Email: info@vietnam.ahk.de
Address Ho Chi Minh City
Deutsches Haus Ho Chi Minh City
4thFloor, 33 Le Duan Blvd District 1, Ho Chi Minh City, Vietnam
Tel.: +84 28 3823 9775
Fax: +84 28 3823 9773

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Guide to the EU-Vietnam trade and investment agreements

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