Letzte Aktualisierung: 18. November 2020

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Größtes Freihandelsabkommen der Welt geschlossen

Am 15. November 2020 unterzeichneten die 15 Staaten China, Japan, Südkorea, Neuseeland, Australien, Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP, deutsch: regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft). Das Freihandelsabkommen schafft die größte Freihandelszone der Welt.

Das Freihandelsabkommen

Die 15 Länder des Abkommens erwirtschaften 30 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung, haben 2,2 Milliarden Einwohner und sind verantwortlich für 28 Prozent des Welthandels. Zölle von mindestens 92 Prozent der im RCEP-Raum gehandelten Güter sollen abgeschafft, mindestens 65 Prozent des Dienstleistungssektors sollen vollständig geöffnet werden. Auch Investitionen von Unternehmen sollen erleichtert werden. Das Abkommen lässt allerdings den Klima- und Arbeitsschutz sowie die geistigen Eigentumsrechte weitgehend offen.

Die Bedeutung des Abkommens für Bayern, Deutschland und Europa

Das Abkommen ist eine Stärkung des asiatischen Raums und Chinas. Die beteiligten Staaten haben mit Bayern ein Handelsvolumen von 59,3 Milliarden Euro. Sie machen 15,7% aller bayerischen Exporte aus (29,7 Mrd. Euro). Die Importe aus diesen Staaten betragen 29,6 Mrd. Euro bzw. 15,3 Prozent aller bayerischen Importe. Mehr als die Hälfte der Exporte und Importe entfällt davon allein auf China.

Das Abkommen drängt protektionistische Tendenzen in einzelnen Ländern der Freihandelszone zurück und führt zu mehr Wettbewerb. Das ist in unserem Sinn. Gleichzeitig ist das die Aufforderung an die EU, ihre Strategie, Freihandelsabkommen abzuschließen, weiter zu verstärken und insbesondere mit China und den USA Abkommen zu erzielen.


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Janina Steinle

Außenwirtschaft

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