Letzte Aktualisierung: 29. April 2021

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100 Tage Präsident Biden

Auf dem OnlineKongress 100 Tage Präsident Biden, den die vbw in Kooperation mit dem Amerikahaus München am 22. April 2021 veranstaltete, diskutierten der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Dr. Christoph Prechtl und die Geschäftsführerin des Amerikahauses Dr. Meike Zwingenberger gemeinsam mit Professor Stephan Bierling, Leiter der Professur für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen der Universität Regensburg und Professorin Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft , darüber, welche politischen Weichenstellungen von US-Präsident Joe Biden in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit vorgenommen wurden und über Auswirkungen seiner Politik auf die europäische, deutsche und bayerische Wirtschaft.

Bereits in den ersten 100 Tagen der neuen Administration zeichnete sich ein großer Unterschied zur Trump-Regierung ab: Biden setzt einen starken Fokus auf Klimaschutz, stößt eine Mindeststeuer auf globaler Ebene an und strebt einen enormen Ausbau des Wohlfahrtsstaates an. Diese Aspekte finden sich sowohl in dem bereits in Kraft getretenen „American Rescue Plan“, auch bekannt als 1,9 Billionen USD Corona-Hilfspaket wieder, wie auch im noch nicht verabschiedeten Infrastrukturprogramm „American Jobs Plan“.

Transatlantiker, aber kein Freihändler

Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass Biden zwar ein Anhänger des Multilateralismus und überzeugter Transatlantiker, jedoch kein überzeugter Freihändler sei. Mit seiner „Buy American“ Politik will er die heimische Wirtschaft gezielt fördern. Auch in Bidens Wirtschaftspolitik gilt der Grundsatz „America first“. In jedem Fall aber wird die US-Handelspolitik berechenbarer.

Für Deutschland wird es in der Sache in vielen Bereichen nicht unbedingt einfacher, da die USA weiter klare Forderungen an ihre Verbündeten stellen. Gesprächsklima und Umgangston bei den Gesprächen haben sich aber grundlegend verbessert.

Die Zukunft der transatlantischen Beziehungen

Die Stärkung der transatlantischen Beziehungen, die seit Jahrzehnten auch Grundlage unseres Wohlstandes sind, hat für die vbw Priorität. Unter Präsident Biden sind die Vereinigten Staaten wieder ein verlässlicher Partner in der Wirtschafts-, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Nun gilt es, dass die EU und Deutschland nicht nur die Angebote zur Zusammenarbeit der Biden Regierung annehmen, sondern mit eigenen Vorschlägen auch aktiv auf die USA zugehen und dabei die eigene Verlässlichkeit unter Beweis stellen.


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Janina Steinle

Außenwirtschaft

+49 (0)89-551 78 91-482
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