Letzte Aktualisierung: 09. Oktober 2020

Umfrage

Umfrage zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise

Vom 28. September bis 02. Oktober 2020 haben bayme vbm ihre Mitgliedsunternehmen erneut zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie befragt.

Jeder zweite Betrieb mit nennenswerten Produktionsbehinderungen

Nach wie vor berichten mehr als die Hälfte der Unternehmen von spürbaren Einschränkungen der Produktion infolge der Corona-Krise, rund 25 Prozent sogar in starkem oder sehr starkem Maße. Dieser Anteil lag im Juli allerdings noch bei 46 Prozent.

Auch die Kapazitätsauslastung konnte sich etwas erholen und um sieben Punkte zulegen, mit aktuell 77,4 Prozent bleibt der Auslastungsgrad aber noch deutlich unter der Normalauslastung.

Starker Umsatzrückgang erwartet, Erholung frühestens 2021

Zwei Drittel der Unternehmen gehen von einem Umsatzrückgang im laufenden Jahr aus. Im Schnitt befürchten die Betriebe ein Minus von 23 Prozent.

Eine baldige Normalisierung ist nach wie vor nicht in Sicht. Nur 18 Prozent der Betriebe erwarten, bis zum Jahresende das Vorkrisenniveau wieder erreicht zu haben. 17 Prozent rechnen Mitte 2021, zehn Prozent erst Ende des kommenden Jahres damit. Über die Hälfte der Unternehmen kann dies derzeit noch überhaupt nicht abschätzen.

Über die Hälfte der Betriebe in Kurzarbeit

Immer noch mehr als jeder zweite M+E Betrieb in Bayern fährt derzeit Kurzarbeit. Im Juli waren es aber noch 69 Prozent. In den kurzarbeitenden Unternehmen sind im Schnitt 45 Prozent der Belegschaft betroffen, das heißt, dass derzeit rund jeder vierte M+E Beschäftigte in Bayern in Kurzarbeit ist.

Nur wenige rechnen mit schneller Erholung

Über die Hälfte der Unternehmen kann derzeit nicht abschätzen, wann bei der Produktion wieder das Vorkrisenniveau erreicht sein wird. Immerhin erwarten mehr als 13 Prozent der Unternehmen, dass dieser Zeitpunkt bereits Ende diesen Jahres wieder erreicht wird. 21 Prozent sehen dies erst Mitte 2021 gegeben, elf Prozent rechnen Ende 2021 damit.

Fortsetzung des Beschäftigungsrückgangs

Der begonnene Beschäftigungsrückgang wird sich in diesem und auch im kommenden Jahr fortsetzen. Drei von zehn Betrieben werden bis Jahresende Stellen abbauen, im kommenden Jahr rechnen 26 Prozent der Betriebe mit einem Beschäftigungsrückgang. Allerdings haben bislang nur neun Prozent der Beriebe betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen.

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