Letzte Aktualisierung: 31. Januar 2017

Position

Die moderne Arbeitswelt fordert eine flexible Arbeitsorganisation

Die Organisation von Arbeit unterliegt einem ständigen Wandel. Wichtige Veränderungstreiber sind die Internationalisierung der Märkte sowie neue Informations- und
Kommunikationstechnologien. Diese Trends verstärken die mangelnde Verfügbarkeit von Fachkräften vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.

Die Antwort auf diese Herausforderungen der modernen Arbeitswelt liegt in einer erhöhten Flexibilität der Arbeitsorganisation. Benötigt werden Wahlmöglichkeiten, mit denen die Unternehmen Betriebs- und Servicezeiten sowie Arbeitsorte anpassen und mit denen Mitarbeiter ihren Beruf besser mit dem Privaten vereinbaren können. Flexibilisierungsmöglichkeiten liegen im Arbeitsort, der Arbeitszeit und der Arbeitsstruktur.

Flexibilität des Arbeitsortes

Arbeit unterwegs, zu Hause und am geteilten Arbeitsplatz - besonders Wissensarbeit wird immer unabhängiger von einem festen Arbeitsort im Betrieb. Überall dort, wo digitale Informationen die Arbeit bestimmen, wird der Ort der Leistungserbringung immer weniger relevant. Die in den letzten Jahren deutlich verbesserte Bedienerfreundlichkeit (Usability) trägt zu höherer Akzeptanz und Nutzung der Datenübertragung (beispielsweise zwischen Home Office und Betrieb) bis hin zur elektronischen Zusammenarbeit in virtuellen Teams bei. Die Arbeitnehmer müssen sich auf die flexiblen Orte der Arbeitswelt von morgen einstellen. Von ihnen wird eine hohe Eigenverantwortung beim Einsatz der Telearbeit, mobiler Arbeit und der Präsenz im Betrieb erwartet. Dies hat auf die Anforderungen des Unternehmens abgestimmt zu erfolgen.

Flexibilität der Arbeitszeit

Insgesamt geht die Entwicklung der Arbeitszeitmodelle in Richtung einer stärkeren Orientierung auf das Arbeitsergebnis: Lage und Verteilung der Arbeitszeit unterliegen vor allem bei den Wissensarbeitern stärker der arbeitsaufgabenbezogenen Selbstregulation durch die Mitarbeiter. Vor allem Vertrauensarbeitszeit gewinnt dabei an Bedeutung und fordert von den Mitarbeitern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Freiräumen. In der Produktion werden die Anforderungen an die Arbeitszeit der Mitarbeiter vor allem durch den Bedarf des Kunden und produktionstechnische Limitierungen bestimmt. Die Flexibilisierung muss durch einen Mix von Einzelinstrumenten, wie beispielsweise flexible Schichtarbeit und Bereitschaften, getragen werden. Moderne ergonomische Schichtmodelle bringen dabei die Anforderungen des Unternehmens und der Mitarbeiter bestmöglich in Einklang.

Flexibilität der Arbeitsstruktur

Flexible Arbeitszeiten allein reichen oft nicht aus, um die Personalkapazitäten an große Nachfrageschwankungen anzupassen. Innovationen verlangen häufig für eine begrenzte Zeit nach zusätzlichen, eventuell nur extern vorhandenen Kompetenzen. Die flexible Einbindung externer personeller Ressourcen über Zeitarbeit und Freelancer schaffen Flexibilisierungsmöglichkeiten. Der Einsatz von spezialisiertem Know-how erfolgt über Werk- und Dienstverträge.


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