Im ersten Quartal 2026 hatte die Europäische Kommission einen Verordnungs-Entwurf für die „EU Inc." präsentiert – eine neue, einheitliche Unternehmensform, die als Grundlage für das sogenannte 28. Regime dienen soll. Bei EU Inc. handelt es sich um einen optionalen, von Grund auf digital ausgerichteten europäischen Rechtsrahmen. Ziel ist es, Gründung, Betrieb und Wachstum innerhalb der EU zu vereinfachen.
Am 29. Juni 2026 hat der zuständige Berichterstatter im Europäischen Parlament René Repasi (SPD) seinen Berichtsentwurf zu diesem Vorhaben im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments (JURI) vorgestellt. Allein dieser erste Berichtsentwurf enthielt 246 Änderungsanträge. Mittlerweile kamen weitere Änderungsanträge aus dem JURI hinzu, so dass es nun insgesamt 1.664 sind. Sie können alle Anträge auf der Webseite des JURI herunterladen.
Darüber hinaus hat die irische Ratspräsidentschaft am 07. September 2026 einen zweiten Kompromisstext zu dem Vorhaben vorgelegt, den Sie am Ende der Seite herunterladen können.
Zusammenfassung des BDI
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat die Änderungsanträge und den Kompromisstext ausgewertet und übersichtlich zusammengefasst. Sie finden diese Zusammenfassung ebenfalls am Ende der Seite zum Download.
Bewertung
Eine EU-weite Privatgesellschaft mit einfacher Gründung ist notwendig. Aber es darf keine Regelungen zur Unternehmensmitbestimmung geben (insbesondere nicht mit Anknüpfung an den Beschäftigungsstaat). Der Vorschlag der EU-Kommission muss ohne Verwässerungen und faule Kompromisse umgesetzt werden.