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Autor*in des Beitrags

Volker Leinweber

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Economic Outlook – Frühindikatoren auf einen Blick 03/2022

International | Information | 18.03.2022

Economic Outlook – Frühindikatoren auf einen Blick 03/2022

Deutschland

Die Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft entwickelten sich vor Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs positiv. Beim ifo-Geschäftsklima verbesserten sich sowohl die aktuelle Lagebeurteilung als auch die Erwartungen. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor verbesserte sich deutich auf 55,8 Punkte, der Index fü die Industrie gab nur leicht nach und liegt mit 58,4 Punkten auf sehr hohem Niveau. Der Economic Sentiment indicator konnte sich erneut leicht verbessern, auch die Fahrleistung laut Lkw-Mautstatistik nahm weiter zu. Dagegen fiel der sentix-Konjunktur-Index, der im Wesentlichen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine erhoben wurde, in den negativen Bereich. Die aktuelle Lagebeurteilung sank um 11,5 auf +7,8 Punkte, die Erwartungen fielen um ganze 23,6 Punkte auf -7,0. Gleiches gilt für den ZEW-Konjunkturerwartungsindex, der von +54,3 auf -39,9 Punkte abstürzte.

Eurozone

Auch die nach Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine erhobenen Frühindikatoren für die Eurozone sind deutlich gefallen. Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex brach um 87,3 Punkte auf -38,7 ein. Der sentix-Konjunkturindex fiel wieder in den negativen Bereich. Sowohl die Erwartungen als auch die Lagebeurteilungen gingen spürbar zurück, letztere bleib aber noch leicht im positiven Bereich. In den übrigen Frühindikatoren kommt der Krieg noch nicht zum Ausdruck. So gab der Einkaufsmanagerindex für die Industrie auf hohem Niveau leicht auf 58,7 Punkte nach, der Dienstleistungsindex verbesserte sich auf 55,5 Punkte. Der Economic Sentiment indicator nahm wieder leicht zu. Nur der OECD leading indicator für die Eurozone war schon vor dem Russland-Ukraine-Krieg leicht abwärts gerichtet.

Weltwirtschaft

Die Frühindikatoren für die Weltwirtschaft entwickeln sich mehrheitlich nach unten – bereits vor dem Russland-Ukraine-Krieg. Der Bundesbank-Frühindikator für die Weltwirtschaft setzte seinen Rückgang ebenso fort wie der OECD-leading indicator. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie stagnierte bei 55,2 Punkten, bleibt damit aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der RWI-Containerumschlagindex nahm ebenso zu wie der Baltic Dry Index. Der sentix-Konjunkturindex, der den Russland-Ukraine-Krieg bereits berücksichtigt, ging kräftig zurück. Die Erwartungen fielen deutlich in den negativen Bereich. Die Lagebeurteilung sank ebenfalls, bleibt aber positiv sodass der Gesamtindex noch minimal im Plus liegt.