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Autor*in des Beitrags

Enno Schad

Geschäftsführer Tarif / Kollektive Arbeitsbedingungen / Arbeitswissenschaft

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Tarif | Information | 12.09.2022

Start der vbm Kampagne zur Tarifrunde 2022

Zum Start der vbm Kampagne zur Tarifrunde 2022 in der Metall- und Elektro-Industrie kritisierte der Hauptgeschäftsführer des vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V., Bertram Brossardt, den Forderungsbeschluss der IG Metall als deutlich überzogen: „Unsere Unternehmen befinden sich mitten in einem noch nie dagewesenen Mix aus schweren Krisen: Der Russland-Ukraine-Krieg, die Inflation und explodierende Energiepreise, die Gefahr von Gasmangellagen, bestehende Lieferengpässe und akuter Rohstoff-, Material- und Arbeitskräftemangel sowie die weiter schwelende Corona-Pandemie belasten die M+E Industrie schwer. Unter diesen Vorzeichen ist die Forderung der IG Metall Bayern nach 8 Prozent mehr Lohn nicht situationsgerecht und fernab der aktuellen Realitäten.“

Sinkende Konjunktur

Die Probleme spiegeln sich bereits in den Konjunkturzahlen wider: Bis zur Jahresmitte fiel die Produktion der bayerischen M+E Industrie im Vergleich zum Jahresbeginn um 2 Prozent und lag damit knapp vier Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Das Vor-Rezessionsniveau von 2018 wird um mehr als 15 Prozent unterschritten. Die Unternehmen blicken mit großen Sorgen in die Zukunft.

„Balance halten“

Die richtige Balance zu halten ist also die oberste Maxime in der Tarifrunde 2022. Die Unternehmen stehen unter einem immensen Druck. Die explodierenden Kosten können kaum weitergegeben werden, auch wenn die IG Metall anderes behauptet. Fast die Hälfte der M+E Unternehmen melden Produktionsbehinderungen. Der Tarifvertrag muss für alle passen. Das bedeutet:
- Bezahlbare Entgelte
- Elastische Lösungen
- Beschäftigung sichern

Heterogener Lage der M+E Industrie Rechnung tragen

Wir brauchen einen realistischen und elastischen Tarifvertrag, der den aktuellen Belastungen Rechnung trägt. „Wir appellieren an die Vernunft der IG Metall, Maß und Mitte zu bewahren. Nur so können wir Wettbewerbsfähigkeit wahren und angesichts der Krisen den Wohlstand der vergangenen Jahrzehnte sichern“, so Brossardt abschließend.

Crossmediale Kampagne

Der vbm wirbt auch dieses Mal wieder mit einer crossmedialen Kampagne für die Positionen der M+E Arbeitgeber und setzt auf sein erfolgreiches Leitmotiv: Als Symbol für die Stärke der bayerischen M+E Industrie steht wieder der „metallische“ Löwe. Die Kampagne umfasst einen breiten Maßnahmenmix aus klassischen und digitalen Werbeelementen. Herzstück ist die neue Website www.metalltarifrunde2022.de . Zudem informiert der vbm über seine Social-Media-Kanäle, umfassendes Online-Marketing und Zeitungsanzeigen.