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Autor*in des Beitrags

Enno Schad

Geschäftsführer Tarif / Kollektive Arbeitsbedingungen / Arbeitswissenschaft

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Tarif | Information | 15.09.2022

Erste Tarifverhandlung in Bayern

Die erste Tarifverhandlung in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie wurde am 15. September 2022 in Nürnberg ohne Ergebnis vertagt. „Wir hatten einen sachlichen und konstruktiven Austausch“, kommentiert Angelique Renkhoff-Mücke, Verhandlungsführerin des vbm.

Überzogene Forderung der IG Metall

Die Forderungen der IG Metall sind überzogen und nicht situationsgerecht. Die bayerische Metall- und Elektroindustrie befindet sich mitten in einem noch nie dagewesenen Mix aus schweren Krisen: Der russische Krieg in der Ukraine, die Inflation und explodierende Energiepreise, die Gefahr von Gasmangellagen, bestehende Lieferengpässe und akuter Rohstoff-, Material- und Arbeitskräftemangel sowie die weiter schwelende Corona-Pandemie belasten die M+E Industrie schwer. Der M+E Industrie droht das Abrutschen in eine Rezession.

„Balance halten“

Wir werden nur mit einem maßvollen Abschluss die Balance zwischen den Interessen der Beschäftigten und denen der Unternehmen halten können. Oberste Priorität in diesen schweren Zeiten hat für uns die Unternehmenssicherung und damit auch die Beschäftigungssicherung. Dafür braucht es elastische Lösungen.

Appell an die Vernunft

Der vbm appelliert an die Vernunft der IG Metall in den kommenden Verhandlungen. „Wir wollen Planungssicherheit, ein tragfähiges Ergebnis innerhalb der Friedenspflicht und eine dauerhafte, praktikable und verlässliche Differenzierung für die Unternehmen mit einfachen und automatischen Kriterien“, fordert Renkhoff-Mücke und ergänzt: „Wir als Tarifvertragsparteien müssen den Unternehmen und Beschäftigten die Unsicherheit nehmen und tarifpolitisch Balance halten. Alles andere wäre in der aktuellen Lage gefährlich.“