Letzte Aktualisierung: 06. Dezember 2017

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Zweite Tarifverhandlung für Bayern - vbm legt Angebot vor

Der vbm hat noch innerhalb der Friedenspflicht ein Angebot vorgelegt. Es sieht eine Tabellenerhöhung in Höhe von zwei Prozent ab dem 01. April 2018 für weitere zwölf Monate vor, sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro für die Monate Januar bis März 2018.

Erneutes Reallohnplus angeboten

„Die Beschäftigten der bayerischen M+E Industrie erhalten damit im Kalenderjahr 2018 insgesamt 2,35 Prozent mehr Entgelt – ein erneutes Reallohnplus. Bei diesem Angebot gehen wir davon aus, dass der Tarifabschluss die Möglichkeit für eine bedarfsorientierte und bezahlte Ausweitung des Arbeitszeitvolumens beinhaltet", erklärte vbm Verhandlungsführerin Angelique Renkhoff-Mücke.

13-Prozent-Klausel abschaffen

Viele Mitarbeiter der bayerischen M+E Industrie möchten gerne mehr arbeiten und können dies derzeit aufgrund tarifvertraglicher Beschränkungen nicht. Der vbm strebt daher an, die bisherige Grenze des Anteils der Beschäftigten, die einzelvertraglich bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten dürfen, aufzuheben. „Bei betrieblichem Bedarf sowie der Bereitschaft des Arbeitnehmers würde dann das tarifliche Monatsentgelt um über 14 Prozent steigen", erklärte Renkhoff-Mücke.

Seit 2012 Lohnsteigerungen von rund 20 Prozent

Der vbm zeigt sich enttäuscht, dass das Angebot bei der IG Metall keine Akzeptanz gefunden hat. Schließlich summierten sich die Lohnerhöhungen seit 2012 auf rund 20 Prozent – Nachholbedarf gibt es bei einem derzeitigen Durchschnittseinkommen von 58.200 Euro also nicht. „Trotz der Kündigung des Manteltarifvertrags durch die IG Metall hat der vbm mit seinem Angebot Kompromissbereitschaft gezeigt."

Teillohnausgleich ist ungerecht und rechtswidrig

„Wir setzen jetzt auf die Einsicht der IG Metall, dass ihre Forderung nach Arbeitszeitverkürzung mit Teillohnausgleich ungerecht und rechtswidrig ist. Die Forderung der IG Metall würde zu unterschiedlichen Stundenentgelten für gleiche und gleichwertige Tätigkeiten führen. Das wäre eine Ungleichbehandlung zwischen Beschäftigten und ein Weg in die Zwei-Klassen-Gesellschaft im Betrieb", betonte Renkhoff-Mücke und fügte hinzu: „Insgesamt ist es jetzt an der IG Metall, sich zu bewegen."


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