Letzte Aktualisierung: 10. Oktober 2017

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Forderungsempfehlung des IG Metall Vorstands zur Tarifrunde 2018

Der Vorstand der IG Metall hat am 10. Oktober 2017 seine Forderungsempfehlung für die anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie beschlossen.

Eckpunkte der bundesweiten Forderungsempfehlung

Die Forderungsempfehlung für die anstehende Tarifrunde beinhaltet folgende Eckpunkte:

  • Tabellenerhöhung um 6,0 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten
  • Anspruch auf selbstbestimmte Arbeitszeiten
  • Anspruch auf Teilzeit (ohne Begründungspflicht) auf bis zu 28 Stunden / Woche für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten
  • Zahlung eines fixen Entgeltzuschusses, wenn die Arbeitszeit um mindestens 3,5 Stunden reduziert wird, zur Betreuung von Kindern unter 14 Jahren im Haushalt und Pflege von Angehörigen.
  • Zahlung eines fixen Entgeltzuschusses, wenn die Arbeitszeit um mindestens 5 Tage im Jahr verkürzt wird, bei Arbeitnehmern in Schichtarbeit oder anderen gesundheitlich belastenden Schichtmodellen.
  • Rückkehranspruch in Vollzeit
  • Regelungen zum Personalausgleich für die durch Teilzeit entfallenden Stunden
  • Bezahlter freier Tag zur Vorbereitung auf Prüfungen für Auszubildende und Dual Studierende
  • Prozess zur Angleichung der Entgelte, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen in den ostdeutschen Bundesländern

Begründung der Forderung durch die IG Metall

Die IG Metall begründet die Erhöhung der Entgelte mit der mittelfristigen Zielinflationsrate der Europäischen Zentralbank in Höhe von 2,0 Prozent, einer mittelfristigen gesamtwirtschaftlichen Trendproduktivitätssteigerung von bis zu 1,5 Prozent. Die Differenz zu 6,0 Prozent ergebe sich aus der "hervorragenden wirtschaftlichen Entwicklung in der Branche".

Die regionalen Tarifkommissionen, so auch die bayerische IG Metall, beraten und beschließen über die Forderungsinhalte am 24. Oktober 2017. Am 26. Oktober 2017 wird der IG Metall Vorstand formal die Forderung für die Tarifrunde 2018 beschließen.


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