Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2021

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Zweite Tarifverhandlung in Bayern

Die zweite Tarifverhandlung in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie wurde heute in München ohne Ergebnis beendet. „Bis ein tragfähiger Kompromiss steht, ist es noch ein langer Weg. In vielen Details bestehen noch große Differenzen“, kommentiert die Verhandlungsführerin des vbm, Angelique Renkhoff-Mücke.

Die Lage für die Unternehmen ist sehr ernst

Die vbm Verhandlungsführerin betont die in weiten Teilen übereinstimmende wirtschaftliche Lageeinschätzung mit der IG Metall: „Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft weiter fest im Griff und das Vorkrisenniveau werden wir vor 2022 nicht erreichen. Unsere Unternehmen werden einen langen Atem benötigen und der Tarifpartner ist aufgefordert, diesen Prozess tatkräftig zu unterstützen. Trotz des nun vorhandenen Impfstoffes sind das Ausmaß, die Tiefe und die Dauer der wirtschaftlichen Verwerfungen durch die Corona-Pandemie weiterhin nicht abschätzbar. Die Lage ist für unsere Unternehmen und die Beschäftigten sehr ernst“, so Renkhoff-Mücke.

Mehr Geld für weniger Arbeit kann es nicht geben

„Wir müssen daher schnell einen fairen Abschluss erreichen. Mehr Geld und weniger Arbeit, so wie es die IG Metall derzeit fordert, das kann mitten in der Krise nicht die Devise sein. Für 2021 sehen wir jedenfalls keinen Verteilungsspielraum. Unser Ziel ist ein tragfähiges Ergebnis innerhalb der Friedenspflicht, daran arbeiten wir“, erklärt Renkhoff-Mücke.

Es gibt in diesem Jahr keinen Verteilungsspielraum

Das Wirtschaftswachstum 2020 schätzt die bayerische Wirtschaft auf rund -6,5 Prozent. „Unterbrochene Lieferketten und beeinträchtigte Betriebsabläufe verursachen massiven und nicht wieder aufzuholenden Schaden. Wir müssen realistisch sein: Es gibt in diesem Jahr in der Tarifrunde keinen Verteilungsspielraum“, so Renkhoff-Mücke.


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Enno Schad

Geschäftsführer Tarif / Kollektive Arbeitsbedingungen / Arbeitswissenschaft

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