Letzte Aktualisierung: 09. Mai 2018

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Economic Outlook: Frühindikatoren auf einen Blick 05/2018

Deutschland

Nachdem die Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft in den letzten Monaten zurückgegangen waren, konnten sich viele von ihnen am aktuellen Rand stabilisieren. So sank der Einkaufsmanagerindex für die Industrie im April nur noch um 0,1 Punkte. Mit 58,1 Punkten bleibt er zudem auf hohem Niveau. Der sentix-Konjunkturindex gab um 0,9 Punkte nach, die Lkw-Fahrleistung laut Mautstatistik wurde ebenfalls nur wenig schwächer ausgeweitet als im Vormonat. Der Economic Sentiment indicator blieb unverändert. Der Rückgang des ifo-Geschäftsklimas wurde hingegen nicht gebremst, sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen gingen zurück. Der ZEW-Konjunkturindikator sank sogar in den negativen Bereich.

Eurozone

Auch der Rückgang der Frühindikatoren für die Eurozone wurde zuletzt deutlich gebremst. Der sentix-Konjunkturindikator ging nur noch um 0,4 Punkte zurück, gleiches gilt für den Einkaufsmanagerindex der Industrie. Der Economic Sentiment indicator blieb unverändert. Hingegen setzte sich der Rückgang des ZEW-Indikator ungebremst fort, er liegt derzeit genau auf der Nulllinie.
Das vierteljährlich veröffentlichte ifo-Wirtschaftsklima für den Euroraum ging zurück, von +43,2 auf +31,1 Prozentpunkte. Das lag vor allem an den Erwartungen, deren Saldo um 21,6 Punkte auf +13,8 fiel. Der Saldo der Lagebeurteilung sank nur leicht von +51,3 auf +49,9 Punkte.

Weltwirtschaft

Die meisten Frühindikatoren für die Weltwirtschaft gehen weiter zurück. So sank der Bundesbank-Frühindikator für die Weltwirtschaft wieder knapp unter seinen langjährigen Durchschnitt. Der globale Einkaufsmanagerindex für die Industrie gab um 1,1 auf 52,3 Punkte nach. Der Containerumschlagsindex ging ebenfalls zurück. Der OECD leading indicator bewegt sich weiter unverändert auf seinem langjährigen Mittelwert. Lediglich der Baltic Dry Index konnte sich zuletzt wieder etwas verbessern.
Das vierteljährlich veröffentlichte ifo-Weltwirtschaftsklima ging im Mai zurück, der Saldo sank von +26,0 auf +16,5 Punkte. Während die Lagebeurteilung nur leicht um 0,9 auf +27,4 Punkte nachgab, fiel der Erwartungssaldo spürbar von +23,9 auf +6,1 Punkte.


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