Letzte Aktualisierung: 14. September 2021

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Economic Outlook – Frühindikatoren auf einen Blick 10/2021

Deutschland

Die meisten Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft sind abwärts gerichtet, liegen aber immer noch auf einem relativ hohen Niveau. Beim ifo-Geschäftsklima wurden sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen schlechter bewertet als im Vormonat. Beim sentix-Konjunkturindex haben sich die Erwartungen wieder leicht erholt, die Lagebeurtei­lung und mit ihr der Gesamtindex gingen weiter zurück. Auch der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie ging weiter zurück, liegt aber 58,4 Punkten immer noch klar über der Wachstumsschwelle. Gleiches gilt für den Dienstleistungsindex, der auf 56,2 Punkte gesunken ist. Die ZEW-Konjunkturerwartungen gingen ebenfalls zurück, auch die Fahrleistung laut Lkw-Mautstatistik ist gesunken. Nur der Economic Sentiment indicator zeigt wieder nach oben.

Eurozone

Auch viele Frühindikatoren für die Eurozone sind abwärts gerichtet. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie gab auf 58,6 Punkte nach, der Dienstleistungsindex sank auf 56,0 Punkte. Damit bleiben beide aber klar über der Wachstumsschwelle. Beim sentix-Konjunkturindex gingen sowohl die Erwartungen als auch die Lagebeurteilung zurück. Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex setzte seinen Rückgang fort. Der Economic Sentiment indicator blieb nach seinem leichten Rückgang im Vormonat unverändert. Der OECD-leading indicator für die Eurozone konnte sich etwas verbessern.

Weltwirtschaft

Die Frühindikatoren für die Weltwirtschaft entwickeln sich unterschiedlich. Der Bundesbank-Frühindikator für die Weltwirtschaft gab erneut nach. Auch der Einkaufsmanagerindex für die Industrie setzt seinen Rückgang fort, mit 55,9 Punkten bleibt er aber ein gutes Stück über der Wachstumsgrenze. Der sentix-Konjunkturindex zeigt ebenfalls weiter nach unten, was sowohl an der Lagebeurteilung als auch an den Erwartungen liegt. Weiter aufwärts gerichtet ist der OECD-leading indicator. Auch der RWI-Containerumschlagindex legt weiter zu, ebenso der Baltic Dry Index, der inzwischen auf dem höchsten Niveau seit 2008 liegt. In diesem Preisanstieg spiegeln sich die globalen Lieferengpässe wider.


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Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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