Letzte Aktualisierung: 14. August 2017

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Economic Outlook: Frühindikatoren auf einen Blick 08/2017

Deutschland

Die Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft senden weiterhin positive Signale. Zwar gaben zuletzt einige Indizes nach, allerdings von sehr hohem Niveau aus. So sank der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie von 59,6 auf 58,1 Punkte, bleibt damit aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Auch der ZEW-Konjunkturindex ging leicht zurück, ebenso der sentix-Konjunkturindex. Bei letzterem wurden sowohl die Lage als auch die Erwartungen weniger gut bewertet als zuvor. Die Lkw-Fahrleistung laut Mautstatistik wuchs ebenfalls langsamer als im Vormonat. Leicht zulegen konnten hingegen der Economic Sentiment Indicator sowie das ifo-Geschäftsklima – und zwar sowohl Lagebeurteilung als auch Erwartungen.

Eurozone

Auch die meisten Frühindikatoren für die Eurozone gaben zuletzt leicht nach, bleiben aber ebenfalls auf einem hohen Niveau. So sank der Einkaufsmanagerindex für die Industrie um 0,8 auf 56,6 Punkte. Auch der ZEW-Konjunkturindikator ging leicht zurück. Beim sentix-Konjunkturindex sorgten die schwächeren Erwartungen dafür, dass der Gesamtindex trotz besserer Lagebeurteilung leicht zurückging. Moderat zulegen konnte hingegen der Economic Sentiment Indicator. Auch das quartalsweise erhobene ifo-Wirtschaftsklima für die Eurozone ist gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Der Saldo der Lagebeurteilung verbesserte sich von +21,9 auf +33,5 Punkte, der Erwartungssaldo stieg von +31,0 auf +37,1 Prozentpunkte. Somit erhöhte sich der Gesamtindex von +26,4 auf +35,2 Punkte.

Weltwirtschaft

Die globalen Frühindikatoren entwickeln sich ebenfalls insgesamt positiv. Der OECD leading indicator ist weiter gestiegen, auch der Bundesbank-Frühindikator für die Weltwirtschaft konnte nochmals leicht zulegen. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie gab zwar leicht nach, bleibt mit 53,9 Punkten aber deutlich über der 50-Punkte-Marke. Die beiden Frachtindizes – Baltic Dry Index und Containerumschlag – verbesserten sich modert. Das vierteljährlich erhobene ifo-Weltwirtschaftsklima blieb gegenüber dem Vorquartal weitgehend unverändert. Der Gesamtindex ging minimal um 0,3 auf +12,7 Punkte zurück. Dahinter stehen jedoch gegenläufige Entwicklungen der beiden Index-Komponenten: Während der Saldo der Lagebeurteilung von +4,7 auf +12,0 Prozentpunkte anstieg, ging der Erwartungssaldo von +21,6 auf +13,4 Punkte zurück.


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