Letzte Aktualisierung: 11. Juli 2019

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Economic Outlook – Frühindikatoren auf einen Blick 08/2019

Deutschland

Die Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft entwickeln sich weiter schwach. Der ifo-Geschäftsklimaindex zeigt unverändert nach unten. Sowohl die Lagebeurteilung, als auch die Erwartungen verschlechterten sich am aktuellen Rand erneut. Auch der Einkaufsmanagerindex konnte die leichte Erholung im Vormonat nicht bestätigen und sank merklich um 1,8 auf nur noch 43,2 Punkte. Der Economic Sentiment Indicator fiel im Juli um 2,4 Punkte und setzte damit den Abwärtstrend der vergangenen 18 Monate fort. Beim sentix-Konjunkturindex sanken beide Komponenten unter die Nulllinie. Ebenso notiert der ZEW-Indikator klar im negativen Bereich. Die hohen Wachstumsraten in der Mautstatistik seit Juli 2018 sind auf Erweiterungen im mautpflichtigen Straßennetzwerk zurückzuführen, zuletzt gingen sie aber – äquivalent zur schwachen Industrieproduktion – zurück.

Eurozone

Die Frühindikatoren für die Eurozone sind ebenfalls abwärtsgerichtet. Der sentix-Konjunkturindex gab erneut nach und liegt nun bei -13,7 Punkten. Sowohl die Lagebeurteilung, als auch die Erwartungen notierten im August im negativen Bereich. Auch beim Economic Sentiment Indicator setzte sich der Abwärtstrend für die Eurozone sowie für die gesamte EU fort. Der Einkaufsmanagerindex fiel im Juli um 1,1 auf 46,5 Punkte, also klar unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Beim ZEW-Konjunkturindikator gab es im August ein kräftiges Minus, die negativen Meldungen überwogen erneut deutlich. Die Daten des quartalsweise veröffentlichten ifo-Wirtschaftsklimas stammen vom Juni. Der Klimaindex zeigte im zweiten Quartal wieder etwas nach oben. Während die Lage schlechter beurteilt wurde, konnten sich die Erwartungen erholen. Dennoch notierten diese weiterhin klar unterhalb der Nulllinie.

Weltwirtschaft

Die Frühindikatoren der Weltwirtschaft signalisieren ebenfalls eine schwache Entwicklung. Der OECD-Index setzte seine Stabilisierung fort, stagniert aber auf einem Niveau unterhalb des langfristigen Durchschnitts. Auch der Bundesbank-Frühindikator für die Weltwirtschaft, der am aktuellen Rand erneut nachgab, notiert unter dem langjährigen Mittelwert. Der Einkaufsmanagerindex für die Weltwirtschaft ging um weitere 0,3 Punkte zurück und liegt mit 49,5 Punkten den zweiten Monat in Folge unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Frachtindizes hingegen konnten sich verbessern, vor allem der Baltic Dry Index stieg zuletzt spürbar an. Die Daten des quartalsweise veröffentlichten ifo-Weltwirtschaftsklimas stammen vom Juni. Dank spürbar erholter Erwartungen, die aber per Saldo immer noch negativ sind, verbesserte sich der Klimaindex im zweiten Quartal auf -2,4 Punkte. Der Lageindex gab leicht nach und notiert nur marginal im positiven Bereich.


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Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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