Letzte Aktualisierung: 05. November 2020

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Economic Outlook – Frühindikatoren auf einen Blick 10/2020

Deutschland

Die Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft konnten mehrheitlich ihren eingeschlagenen Erholungspfad fortsetzen. Beim ifo-Geschäftsklima zeigten im September sowohl die Erwartungen als auch die Lagebewertung nach oben. Einkaufsmanagerindex und Economic Sentiment indicator verbesserten sich jeweils den fünften Monat in Folge. Damit notiert der Einkaufsmanagerindex nun merklich über der Wachstumschwelle von 50 Punkten. Für die ZEW-Konjunkturerwartungen sowie den sentix-Konjunkturindex liegen bereits die Werte für Oktober vor. Beide weisen einen Rückgang in Hinblick auf die Perspektiven für die kommende Monaten aus. Die Lkw-Fahrleistung stieg im September mit gedämpfter Dynamik weiter an.

Eurozone

Für die Eurozone senden die Früh- und Stimmungsindikatoren differenzierte Signale. Der Economic Sentiment indicator zeigt seit Mai, von einem niedrigen Niveau aus, eine stetige Aufwärtsentwicklung an. Auch der Einkaufsmanagerindex liegt inzwischen merklich über der Wachstumsschwelle. Verschlechterte Erwartungen weisen hingegen der sentix-Konjunkturindex und die ZEW-Konjunkturerwartungen aus. Der ZEW-Indikator sackte im Oktober bereits den zweiten Monat in Folge spürbar ab. Der OECD leading indicator für die Eurozone konnte seinen merklichen Aufholprozess ebenfalls nicht fortsetzen. Nachdem der Index gut drei Viertel seit dem drastischen Einbruch wettgemacht hatte, ebbte der Anstieg sichtbar ab.

Weltwirtschaft

Die Frühindikatoren für die Weltwirtschaft entwickeln sich äußerst robust. Der OECD lea-ding indicator, der Bundesbank-Frühindikator und der Einkaufsmanagerindex setzen ihre im Mai eingeleitete V-Erholung fort. Dabei notieren Einkaufsmanagerindex und Bundesbank-Indikator inzwischen über dem Vorkrisenniveau. Beim sentix-Konjunkturindex zeigten Lagebeurteilung und Erwartungen unterschiedliche Entwicklungen an. Der Lageindex verbesserte sich erneut, der Saldo notiert jedoch weiterhin deutlich unterhalb der Nulllinie. Die Erwartungen ging im Vormonatsvergleich leicht zurück. Der Baltic Dry Index gab nach einem kräftigen Anstieg in der zweiten Septemberhälfte zuletzt stark nach.


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Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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