Letzte Aktualisierung: 12. April 2019

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Economic Outlook: Frühindikatoren auf einen Blick 04/2019

Deutschland

Die Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft entwickelten sich zuletzt differenziert. Das ifo-Geschäftsklima konnte im März den Abwärtstrend der vergangenen sechs Monate vorläufig stoppen. Auch der ZEW-Indikator zeigte im ersten Quartal des Jahres noch oben, notierte jedoch weiterhin im negativen Bereich. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie stürzte zuletzt drastisch ab und lag mit 44,7 Punkten deutlich unterhalb der Wachstumsschwelle. Auch der Economic Sentiment indicator bestätigte die Rückwärtsbewegung, die zum Jahreswechsel 2018/2019 einsetzte. Der sentix-Index sank zuletzt um 2,1 Punkte.

Eurozone

Für die Eurozone zeigten die Frühindikatoren mehrheitlich nach unten. Das quartalsweise veröffentlichte ifo-Geschäftsklima fiel auf -11,1 Punkte in den negativen Bereich. Dabei entwickelten sich sowohl Lagebeurteilung als auch Erwartungen abwärtsgerichtet. Auch der Economic Sentiment Indicator und der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone setzten den Negativtrend des Vorjahres fort. Der Einkaufsmanagerindex liegt mit 47,5 Punkten unterhalb der Wachstumsschwelle.
Positive Impulse gab immerhin es beim ZEW-Indikator. Seit der Jahreswende 2018 /2019 erholte sich der Indikator wieder, bei -2,5 Punkten überwiegen jedoch weiterhin die negativen Meldungen. Auch der sentix-Index notierte bei -0,3 Punkten nur noch knapp unterhalb der Nulllinie.

Weltwirtschaft

Die Frühindikatoren der Weltwirtschaft spiegeln ebenfalls die eingetrübte Stimmung wider. Der OECD-Index sank zuletzt auf den niedrigsten Stand seit der Weltwirtschaftskrise 2009. Auch beim quartalsweise veröffentlichten ifo-Geschäftsklimaindex überwogen bei
-11,1 Punkten die negativen Meldungen. Sowohl die Geschäftslage als auch die Erwartungen verschlechterten sich seit Jahresbeginn 2018 stetig. Der Bundesbankfrühindikator für die Weltwirtschaft stabilisierte sich zuletzt auf einem Niveau unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Der Einkaufsmanagerindex für die Weltwirtschaft lag mit 51,6 Punkten weiterhin über der Wachstumsschwelle, zeigte im Trend jedoch ebenfalls nach unten.


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Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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