Letzte Aktualisierung: 03. Dezember 2021

Konjunkturreport

M+E Konjunkturreport 04/2021

Der konjunkturelle Aufholprozess der bayerischen M+E Industrie setzte sich im dritten Quartal 2021 nicht mehr fort.

Materialmangel lässt Produktion sinken

Der Output sank um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit liegt das Produktionsniveau zwar noch um 3,9 Prozent über dem Vorjahresquartal. Das Vorkrisenniveau (Januar/Februar 2020) wird aber noch um 1,4 Prozent unterschritten. Vom Vor-Rezessions-Niveau des Jahres 2018 ist die M+E Industrie noch fast 13 Prozent entfernt.

Beschäftigungsrückgang läuft aus

Der Beschäftigungsrückgang in der bayerischen M+E Industrie läuft zunehmend aus. In den letzten Monaten gingen jeweils noch rund 100 Arbeitsplätze verloren. Zuletzt im September waren knapp 842.500 Personen in der bayerischen M+E Industrie beschäftigt. Saisonbereinigt sind dies lediglich 0,03 Prozent weniger als im Vorquartal. Gegenüber dem Höchststand vom Frühjahr 2019 liegt die Beschäftigtenzahl um gut 29.000 niedriger.

Materialmangel trübt die Stimmung

Das ifo-Geschäftsklima für die bayerische M+E Industrie ist im dritten Quartal weiter gesunken. Grund dafür ist der anhaltende Materialmangel ausgelöst durch fehlende Vorproduktionen und Lieferprobleme. Im Oktober lag der Saldo bei +12,9 Punkten. Die Lagebeurteilung sank den zweiten Monat in Folge auf +37,8 Punkte ab. Die Erwartungshaltungen gehen schon länger zurück und sanken im Oktober auf einen Saldo von -11,9 Punkte und damit wieder in den negativen Bereich. Die ungewisse zukünftige Lage bezüglich des Materialmangels und der Corona-Pandemie ist klar in den Erwartungen der Unternehmen zu erkennen und steht damit der konjunkturellen Erholung im Wege.

Detaillierte Informationen über die wirtschaftliche Lage der bayerischen M+E Industrie finden Sie in der aktuellen Ausgabe des M+E Konjunkturreports.


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