Letzte Aktualisierung: 02. März 2017

Umfrage

M+E Konjunkturumfrage Bayern, Winter 2016

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie bewerten die aktuelle Geschäftslage gut. Bei den Erwartungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung sind die Firmen aber sehr vorsichtig.

Geschäftslage und -erwartungen

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie bewerteten ihre Geschäftslage im zweiten Halbjahr 2016 als gut und nochmal ein Stück besser als in der ersten Jahreshälfte. Über 70 Prozent der Betriebe beurteilten die inländische Geschäftslage als gut, nicht einmal drei Prozent kommen zu einer negativen Einschätzung. Das Urteil über das Auslandsgeschäft fällt ebenfalls positiv aus. Hier kommen knapp 65 Prozent der Firmen zu einem positiven Urteil, vier Prozent waren mit der Exportentwicklung in der zweiten Jahreshälfte unzufrieden.

Bezüglich der konjunkturellen Entwicklung im ersten Halbjahr 2017 zeigen sich die Unternehmen sehr vorsichtig. Angesichts der Ungewissheit geht der weitaus größte Teil der Unternehmen von keiner Änderung der Lage aus. Für das Inlandsgeschäft erwarten dies fast 90 Prozent der Unternehmen. Acht Prozent hoffen auf eine Verbesserung, 2,4 Prozent befürchten eine Verschlechterung des Inlandsgeschäfts.Im Hinblick auf das Auslandsgeschäft rechnen knapp 80 Prozent der Unternehmen mit einer gleichleibenden Entwicklung. Auf eine Belebung setzen fast zwölf Prozent der Firmen, eine Verschlechterung erwarten gut neun Prozent.

Produktions- und Investitionspläne

Nachdem die inländischen Produktions- und Investitionspläne der bayerischen M+E Unternehmen in der Umfrage vom Sommer aufwärts gerichtet waren, gingen sie ein halbes Jahr später wieder zurück und signalisieren eine nur schwache Dynamik. Der Saldo der Produktionspläne sank gegenüber Juli von +24,1 auf nur noch +6,4 Prozentpunkte. Für die Investitionspläne liegt der Saldo aktuell bei +10,6 Punkte, im Juli waren es +18,6 Prozentpunkte.

An den Auslandsstandorten sind die Produktions- und Investitionspläne der bayerischen M+E Unternehmen deutlich expansiver als im Inland. Fast zwei Drittel der Firmen mit Produktionsstätten jenseits der Grenzen planen dort eine Ausweitung der Produktion im ersten Halbjahr 2017. Eine Reduzierung des Outputs ist praktisch nicht geplant. Ähnlich ist die Situation bei den Investitionen. Fast 57 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen wollen ihre Investitionen an den Auslandsstandorten in den nächsten Monaten erhöhen, nur ein Prozent will die Auslandsinvestitionen zurückfahren. Damit hat sich die Schere zwischen den Unternehmensplänen im In- und Ausland wieder geöffnet.

Beschäftigungspläne

Die bayerischen M+E Unternehmen wollen auch im ersten Halbjahr 2017 Beschäftigung an den heimischen Standorten aufbauen. Fast jeder zweite Betrieb plant, zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, knapp zehn Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. Damit hat sich der Saldo aus positiven und negativen Plänen mit +39,4 Prozentpunkten gegenüber der Umfrage vom Juli leicht um 3,1 Punkte erhöht.

An den Auslandsstandorten sind die Beschäftigungspläne der bayerischen M+E Unternehmen noch expansiver. Dort wollen mehr als 60 Prozent ihre Personalkapazitäten ausweiten, nur gut zwei Prozent planen, Stellen abzubauen.

Der Mangel an geeigneten Arbeitskräften wird für immer mehr Unternehmen zu einem Problem. Fast 16 Prozent der befragten M+E Unternehmen in Bayern sehen ihre Geschäftstätigkeit durch das Fehlen von Arbeitskräften erheblich beeinträchtigt, bei weiteren 46,6 Prozent führt der Arbeitskräftemangel zu einer geringfügigen Beeinträchtigung. Die größten Schwierigkeiten haben die Unternehmen inzwischen bei der Besetzung der IT-Stellen.


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