Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2017

Umfrage

M+E Konjunkturumfrage Bayern, Sommer 2017

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie bewerten die aktuelle Geschäftslage unverändert gut und blicken per Saldo zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte.

Geschäftslage und -erwartungen

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie bewerten ihre Geschäftslage im ersten Halbjahr 2017 als gut, im Vergleich zur Umfrage vom Dezember 2016 hat sich die Einschätzung kaum verändert. Zwei Drittel der Betriebe beurteilt das aktuelle Inlandsgeschäft als gut, ein knappes Drittel als befriedigend und nur ein Prozent als schlecht. Die Bewertung der Lage auf den Auslandsmärkten fällt ähnlich aus. Hier kommen 61 Prozent der Unternehmen zu einem positiven Urteil, 37,5 Prozent bezeichnen das Exportgeschäft als befriedigend, unzufrieden ist gut ein Prozent.

Für das zweite Halbjahr gehen sieben von zehn Firmen von einer unveränderten Geschäftsentwicklung auf dem Inlandsmarkt aus. Ein gutes Viertel erwartet eine Verbesserung, knapp fünf Prozent befürchten eine Verschlechterung. Auch im Hinblick auf die Exporte überwiegt bei den Unternehmen die Zuversicht. 22 Prozent der Firmen hoffen auf eine Verbesserung des Auslandsgeschäfts, 4,5 Prozent erwarten eine Eintrübung. Fast drei Viertel der Unternehmen gehen von keiner Änderung aus.

Produktions- und Investitionspläne

Die Produktions- und Investitionspläne der bayerischen M+E Unternehmen an den Inlandsstandorten sind wieder aufwärts gerichtet. Ein knappes Drittel der Unternehmen will die Produktion im Inland in der zweiten Jahreshälfte ausweiten, vier Prozent müssen den Output zurückfahren. Dies ergibt einen Saldo von +27,6 Prozentpunkten, der deutlich über dem Wert vom Dezember 2016 liegt. Die Investitionen an den Inlandsstandorten wollen gut 23 Prozent der Unternehmen erhöhen, kaum ein Betrieb will die Inlandsinvestitionen zurückfahren. Damit steigt der Saldo gegenüber der Umfrage vom Dezember von +10,6 auf +23,2 Prozentpunkte.

An den Auslandsstandorten sind Produktions- und Investitionspläne etwas zurückgegangen, sie bleiben aber expansiver ausgerichtet als die Inlandspläne. Ein knappes Drittel der Unternehmen will die Produktion im Inland in der zweiten 63 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen mit einem Auslandsstandort wollen dort die Produktion in den kommenden Monaten ausweiten, knapp vier Prozent müssen den Output drosseln. Eine Ausweitung ihrer Investitionen an den Auslandsstandorten planen 47 Prozent der Unternehmen, weniger investieren will kaum ein Betrieb.

Beschäftigungspläne

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie planen eine Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus in der zweiten Jahreshälfte 2017. Über 40 Prozent der Betriebe wollen in den kommenden Monaten zusätzliche Arbeitsplätze in Bayern schaffen. Gut vier Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. Der Arbeitskräftemangel wird zunehmend zum Problem. 28 Prozent der M+E Unternehmen Bayerns gaben an, dass ihre Produktions- bzw. Geschäftstätigkeit durch fehlende Arbeitskräfte erheblich beeinträchtig werde. Weitere 48,5 Prozent sehen ihre Geschäftstätigkeit zumindest geringfügig beeinträchtigt.

An den Auslandsstandorten der bayerischen M+E Unternehmen wird die Beschäftigung etwas stärker steigen als im Inland. 52 Prozent der M+E Unternehmen mit Standorten im Ausland wollen dort in der zweiten Jahreshälfte Beschäftigung aufbauen, knapp fünf Prozent planen, Stellen zu reduzieren


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