Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2017

Umfrage

M+E Konjunkturumfrage Bayern, Winter 2017

Die konjunkturelle Lage in der bayerischen M+E Industrie ist gut, die Unsicherheiten bleiben aber bestehen. Der Fachkräftemangel wird zunehmend zur Beschäftigungs- und Wachstumsbremse.

Geschäftslage und -erwartungen

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie bewerten ihre Geschäftslage sowohl im Inland als auch im Ausand gut. Der Saldo aus positiven und negativen Meldungen liegt jeweils bei über 70 Prozentpunkten. Damit bewegen sich die Einschätzung in etwa auf dem Niveau des bisherigen Höchststands im Sommer 2011.

Die Erwartungen für das erste Halbjahr 2018 sind optimistisch, liegen aber auf einem deutlich niedrigeren Niveau als die Lagebeurteilung. Bezogen auf das Inlandsgeschäft ergibt sich ein Erwartungssaldo von +31,4 Prozentpunkten, im Hinblick auf den Export von +29,8 Punkten.

Produktions- und Investitionspläne

Die Produktions- und Investitionspläne der bayerischen M+E Unternehmen an den Inlandsstandorten sind aufwärts gerichtet und gegenüber der Umfrage vom Sommer gestiegen. Die Salden aus positiven und negativen Meldungen liegen derzeit bei +43,0 Punkten für die Produktion und bei +29,8 Punkten für die Investitionen. Hier stehen Ersatzbeschaffungen an erster Stelle.

Die Unternehmenspläne für die Auslandsstandorte sind nach wie vor expansiver als im Inland. Im Ausland wollen 59 Prozent der Betriebe ihre Produktion erhöhen, nur 1,3 Porzent müssen den Output drosseln. Die Auslandsinvestitionen sollen bei 51 Prozent der Unternehmen gesteigert werden, eine Reduzierung ist praktisch nicht geplant.

Beschäftigungspläne

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie planen auch in den kommenden Monaten einen Beschäftigungsaufbau. 47,5 Prozent der Betriebe wollen im Inland zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, 3,6 Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. Allerdings wird der Fachkräftemangel zunehmend zur Beschäftigungs- und auch Wachstumsbremse. So sehen 28,3 Prozent der Betriebe ihre Produktion und Geschäftstätigkeit durch fehlende Arbeitskräfte erheblich beeinträchtigt, weitere 53 Prozent berichten über eine geringfügige Beeinträchtigung.

An den Auslandsstandorten der bayerischen M+E Unternehmen soll die Beschäftigung ebenfalls stiegen. Hier wollen 46,6 Prozent der Firmen zusätzliche Stellen schaffen, eine Reduzierung der Personalkapazitäten planen weniger als zwei Prozent.


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