Letzte Aktualisierung: 31. Juli 2019

Umfrage

M+E Konjunkturumfrage Bayern, Sommer 2019

Die bayerische M+E Industrie befindet sich im Abschwung. Die Lage kühlt sich deutlich ab, bei den Erwartungen überwiegt der Pessimismus, der Beschäftigungsaufbau geht zu Ende.

Geschäftslage und -erwartungen

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie bewerten die aktuelle Geschäftslage zum zweiten Mal in Folge deutlich schlechter als in der jeweils vorangegangenen Umfrage. Bezogen auf das Inlandsgeschäft fiel der Saldo aus positiven und negativen Meldungen von +44,7 auf +15,1 Prozentpunkte, beim Export ging er von +29,8 auf +8,9 Prozentpunkte zurück.

Die Unternehmen befürchten eine weitere Eintrübung der Konjunktur, die Erwartungssalden für das zweite Halbjahr sind negativ. Im Hinblick auf das Inlandsgeschäft fiel er gegenüber der Dezember-Umfrage von +19,5 auf -12,3 Prozentpunkte, bezogen auf die ausländische Geschäftslage von +20,3 auf -3,8 Punkte.

Produktions- und Investitionspläne

Die Produktions- und Investitionspläne der M+E Unternehmen im Inland sind abwärts gerichtet. Nur acht Prozent der Betriebe gehen von einem Produktionszuwachs im Inland aus, jede vierte Firma hingegen rechnet mit einem Rückgang. Lediglich jedes zehnte Unternehmen will in der zweiten Jahreshälfte seine Investitionen steigern, demgegenüber stehen mehr als 25 Prozent der Betriebe, die ihre Investitionen kürzen wollen.

An den Auslandsstandorten sind die Unternehmenspläne hingegen expansiv. Zwar sind auch dort die Produktionspläne gegenüber Winter 2018 merklich gesunken, aber sie befinden sich mit einem Saldo von +18,9 Punkten immer noch klar im positiven Bereich. Die Investitionspläne an den ausländischen Standorten haben sich gegenüber der Dezember-Umfrage nicht wesentlich geändert. Der Saldo nahm leicht von +18,3 auf +18,7 Punkte zu.

Beschäftigungspläne

Den Unternehmensplänen zufolge wird der Beschäftigungsanstieg in der bayerischen M+E Industrie zu Ende gehen. Knapp 18 Prozent der Unternehmen wollen die Beschäftigung ausweiten. Doch fast ebenfalls genauso viele Unternehmen befürchten Stellen abbauen zu müssen. Bei der Umfrage vom Winter 2018 hatten nur 2,6 Prozent befürchtet, Arbeitsplätze streichen zu müssen. Der Saldo befindet sich nur noch im positiven Bereich bei +1,0 Prozentpunkten, vor einem halben Jahr waren es noch +31,7 Punkte.

An den Auslandsstandorten soll die Beschäftigung weiter steigen, die entsprechenden Pläne der bayerischen M+E Unternehmen sind sogar gegenüber der Dezember-Umfrage gestiegen. Knapp 40 Prozent der Betriebe wollen ihr Personal im Ausland ausweiten, nicht einmal drei Prozent müssen Stelen abbauen. Somit nahm der Saldo aus positiven und negativen Antworten im Vergleich zum Winter 2018 von +30,3 auf +37,1 Prozentpunkte zu.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

+49 (0)89-551 78 91-133
Volker Leinweber
nach oben