Letzte Aktualisierung: 08. Februar 2022

Umfrage

M+E Konjunkturumfrage Bayern, Winter 2021/2022

Die konjunkturelle Erholung in der bayerischen M+E Industrie wird weiterhin durch den Materialmangel gebremst. Erst für die zweite Jahreshälfte ist mit einer stärkeren Dynamik zu rechnen.

Geschäftslage und -erwartungen

Die bayerischen M+E Unternehmen bewerten die Geschäftslage in der aktuellen bayme vbm Konjunkturumfrage ähnlich gut wie im Sommer 2021, obwohl die Produktion im zweiten Halbjahr 2021 rückläufig war.

Die Erwartungen für die kommenden Monate haben sich jedoch erheblich eingetrübt: Für das Auslandsgeschäft ist der Saldo nur knapp positiv, für das Inlandsgeschäft halten sich optimistische und pessimistische Stimmen die Waage.

Materialmangel belastet unverändert

Gebremst wird die Produktion durch den anhaltenden Mangel an Material und Vorprodukten. Mehr als 93 Prozent der Betriebe sehen ihre Produktion dadurch beeinträchtigt, 35 Prozent sogar in starkem Maße.

Mit einer raschen Entspannung ist nicht zu rechnen. 28 Prozent der Unternehmen hoffen, dass sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte entspannt. 31,5 Prozent erwarten dies erst im kommenden Jahr und knapp sieben Prozent noch später. Fast 31 Prozent können derzeit keine Einschätzung abgeben, wann sich die Situation bessert.

Produktions- und Investitionspläne

Aus diesem Grund sind die Unternehmen vorsichtig bei ihren Produktionsplänen. Knapp 40 Prozent wollen im ersten Halbjahr 2022 mehr produzieren, bei der letzten Umfrage lag der Anteil noch bei 51 Prozent. Mit einem Produktionsrückgang rechnen nur wenige Unternehmen.

Die Investitionspläne der Unternehmen sind noch zurückhaltender als die Produktionspläne. Weniger als ein Viertel der Betriebe will die Investitionen in den kommenden Monaten erhöhen, knapp vier Prozent wollen die Investitionen zurückfahren.

Beschäftigungspläne

Die Beschäftigungspläne der M+E Unternehmen sind klar expansiv und haben sich gegenüber der Sommerumfrage deutlich verbessert. Fast jeder zweite Betrieb will in den kommenden Monaten zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, elf Prozent müssen Stellen abbauen.

Ob die positiven Pläne umgesetzt werden können, ist fraglich. Der Arbeitskräftemangel wird zunehmend zum weiteren Engpassfaktor. Fast jedes dritte Unternehmen sieht seine Produktions- und Geschäftstätigkeit durch fehlende Arbeitskräfte erheblich beeinträchtigt, weitere 47 Prozent zumindest geringfügig.


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Volker Leinweber

Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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