Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2018

Umfrage

M+E Konjunkturumfrage Bayern, Winter 2018

Die Konjunktur in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie hat sich im abgelaufenen Jahr deutlich abgekühlt.

Geschäftslage und -erwartungen

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie bewerten die Geschäftslage im zweiten Halbjahr 2018 nach wie vor positiv, aber deutlich verhaltener als vor einem halben Jahr. Die Salden von +44,7 Punkten für das Inlandsgeschäft und +29,8 Punkte für den Export bedeuten die niedrigsten Werte seit 2014 bis 2012.

Nachdem die Erwartungssalden bei der Sommerumfrage per Saldo leicht im negativen Bereich lagen, befinden sie sich aktuell bei rund +20 Prozentpunkten. Diese verbesserten Erwartungen müssen aber vor dem Hintergrund der spürbar schwächeren Lagebeurteilung gesehen werden

Produktions- und Investitionspläne

Die Produktionspläne der M+E Unternehme an den bayerischen Standorten haben sich wieder leicht verbessert. Der Saldo aus positiven und negativen Meldungen stieg um zehn auf +26,5 Prozentpunkte. An den Auslandsstandorten sind die Produktionspläne der Betriebe klar expansiver als im Inland und zudem auch stärker gestiegen – von +29,0 auf +56,6 Prozentpunkte.

Die Investitionspläne der Firmen sind hingegen gesunken. Der entsprechende Saldo sank bezogen auf die Inlandsstandorte um fast zehn auf +5,9 Prozentpunkte. Auch an den ausländischen Standorten ist die Investitionsneigung zurückgegangen. Mit +18,3 Punkten liegt der Saldo aber ein gutes Stück höher als im Inland.

Beschäftigungspläne

Den Unternehmensplänen zufolge wird sich der Beschäftigungsanstieg in der bayerischen M+E Industrie fortsetzen, allerdings spürbar langsamer als bisher. Ein gutes Drittel der Betriebe will in der ersten Jahreshälfte 2019 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, weniger als drei Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. Das ergibt einen Saldo von +31,7 Prozentpunkten. Vor einem halben Jahr lag er noch um zehn Punkte höher.

Der Arbeitskräftemangelbleibt ein großes Problem. Knapp 32 Prozent der M+E Unternehmen gaben an, dass ihre Produktions- bzw. Geschäftstätigkeit durch den Arbeitskräftemangel erheblich beeinträchtigt ist. Weitere 52 Prozent spüren zumindest eine geringfügige Beeinträchtigung.

An den Auslandsstandorten fallen die Beschäftigungspläne ähnlich aus wie im Inland. Jenseits der Grenzen wollen 29 Prozent der bayerischen M+E Betriebe Beschäftigung aufbauen, weniger als ein Prozent muss Stellen abbauen. Im Vergleich zur Sommerumfrage ist der Saldo aus positiven und negativen Meldungen um 16,5 auf +28,4 Punkte gesunken.


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Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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