Letzte Aktualisierung: 27. Juli 2018

Umfrage

M+E Konjunkturumfrage Bayern, Sommer 2018

Die konjunkturelle Lage in der bayerischen M+E Industrie ist weiterhin sehr gut. Doch die Zeit der Hochkonjunktur ist vorbei.

Geschäftslage und -erwartungen

Die Unternehmen der bayerischen M+E Industrie bewerten ihre Geschäftslage sowohl im Inland als auch im Ausand sehr gut. Der Saldo aus positiven und negativen Meldungen liegt mit +74,9 bzw. +76,4 Prozentpunkten so hoch wie noch nie seit Beginn der Umfrage im Jahr 2000.

Die Erwartungen der Unternehmen für die Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte haben sich jedoch spürbar verschlechtert und liegen per Saldo im negativen Bereich (Inland -1,7 Punkte, Ausland -8,9 Punkte). Der Großteil der Firmen geht aber von einer unveränderten Lage aus.

Produktions- und Investitionspläne

Die Produktions- und Investitionspläne der Betriebe sind per Saldo weiter aufwärtsgerichtet, allerdings dürfte das Tempo nachlassen. Dies gilt sowohl für die inländischen als auch für die ausländischen Standorte.

Gut 31 Prozent der M+E Betriebe im Freistaat wollen ihre Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2018 ausweiten. Halb so viele planen eine Drosselung des Outputs. Damit ist der Saldo mit +15,7 Prozentpunkten positiv, vor einem halben Jahr lag er aber noch bei +43,0 Punkten. Für die Auslandsstandorte sank der Saldo von +57,5 auf +29,0 Punkte.

Die Investitionen an den Inlandsstandorten wollen 17,5 Prozent der Betriebe erhöhen, 2,4 Prozent planen, die Investitionsbudgets herunterzufahren. Damit halbierte sich der Saldo auf +15,1 Punkte. An den ausländischen Standorten ergibt sich ein Saldo von +39,9 Punkten, das sind 10,6 Punkte weniger als vor einem halben Jahr.

Beschäftigungspläne

Die M+E Unternehmen wollen die Beschäftigung weiter erhöhen. Knapp 48 Prozent der Betriebe – und damit praktisch genauso viele wie bei der Umfrage vor einem halben Jahr – planen, in den kommenden Monaten im Inland zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. 6,5 Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen, im Dezember lag dieser Anteil nur bei 3,6 Prozent. Der Fachkräftemangel verschärft sich. Mittlerweile beklagen fast vier von zehn Betrieben, dass ihre Geschäftstätigkeit durch fehlende Arbeitskräfte in erheblichem Maße beeinträchtigt werde. Weitere 47 Prozent berichten über geringfügige Beeinträchtigungen.

An den Auslandsstandorten sind die Beschäftigungspläne der bayerischen M+E Betriebe ähnlich wie im Inland. Knapp 53 Prozent der Firmen wollen dort im kommenden Halbjahr zusätzliche Stellen schaffen, knapp acht Prozent müssen im Ausland Arbeitsplätze abbauen.


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Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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