- Pressemitteilung
Bayerns Wissenschaft und Wirtschaft ziehen beim Fachkräftemangel an einem Strang: Wissenschaftsministerium führt erfolgreiche Initiative „Wege zu mehr MINT-Absolventen“ fort
Der Mangel an Fachkräften in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – kurz MINT – ist eine zentrale Herausforderung nicht nur für Bayern. Mit dem Programm „Wege zu mehr MINT-Absolventen“ haben die Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm und die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums im Jahr 2007 eine beispielhafte Initiative ins Leben gerufen, um die Studienabbrecherquoten in den MINT-Studiengängen zu reduzieren. Im Rahmen dieser Initiative hat die Bayerische Wirtschaft zehn innovative Hochschulprojekte drei Jahre lang mit 2,1 Millionen Euro gefördert. Das Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) hat das Programm begleitet und wissenschaftlich evaluiert. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer bayme vbm und vbw, haben am Montag gemeinsam Bilanz gezogen. Ihr Fazit: Die erprobten Best-Practice-Beispiele haben viele positive Entwicklungen an den Hochschulen angestoßen. Das Wissenschaftsministerium baut auf diesen Ergebnissen auf und startet ein neues Projekt, um die Studienbedingungen im MINT-Bereich noch weiter zu verbessern.
Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch betont: „Globale Konkurrenz und demographische Entwicklung verschärfen den Mangel an Fachkräften im MINT-Bereich. Den hervorragend qualifizierten Absolventen unserer Hochschulen bieten sich weltweit attraktive Arbeitsmöglichkeiten. Wir wollen mehr Schülerinnen und Schüler für MINT-Fächer begeistern und zugleich die Abbrecherquote senken. Deshalb greifen wir die Empfehlungen des IHF auf und eröffnen mit einem weiteren Hochschulwettbewerb neue Perspektiven.“ Zur Unterstützung und Koordinierung der an dem Wettbewerb teilnehmenden Hochschulen hat das Wissenschaftsministerium eine Servicestelle geschaffen und wird beträchtliche Projektmittel für die geförderten Konzepte zur Steigerung des Anteils von MINT-Absolventen bereitstellen.
Bertram Brossardt hebt hervor: „Wir haben die Initiative ‚Wege zu mehr MINT-Absolventen’ ins Leben gerufen und finanziert, um die Rahmenbedingungen für Studierende in den sogenannten MINT-Fächern in Bayern zu verbessern und dadurch die Studienabbrecherquote an den Hochschulen nachhaltig zu reduzieren. Dass wir die Weichen richtig gestellt haben, zeigt der Evaluierungsbericht des Instituts für Hochschulforschung und Hochschulentwicklung. Vor dem Hintergrund eines drohenden Fachkräftemangels von rund 520.000 Arbeitskräften in Bayern bereits im Jahr 2015, können wir uns hohe Abbruchquoten in den MINT-Studiengängen nicht mehr leisten. Wir begrüßen es daher sehr, dass das Wissenschaftsministerium unsere Initiative fortführen wird und werden das Projekt auch weiter finanziell unterstützen.“

