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Autor*in des Beitrags

Maximilian Stoib

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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Pressemitteilung | 21.11.2022

M+E Exporte im ersten Dreivierteljahr mengenmäßig gesunken / Brossardt: „Nachfrage aus der Eurozone nach Waren aus dem Freistaat sinkt“

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie hat im ersten Dreivierteljahr 2022 nominal 7,5 Prozent mehr exportiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das entspricht Waren im Wert von ca. 100 Milliarden Euro. „Diese Steigerung ist in erster Linie inflationsbedingt“, stellt bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt klar und ergänzt: „Mengenmäßig sind die Ausfuhren der bayerischen M+E Betriebe im entsprechenden Zeitraum um 3 Prozent zurückgegangen.“

Der aktuelle Krisen-Cocktail aus explodierenden Energiekosten, Inflation, Material-, Rohstoff- und Energiemangel sowie Arbeitskräfteknappheit belastet die exportorientiere bayerische M+E Industrie schwer. „Zusätzlich trübt sich die Weltkonjunktur ein, in bestimmten Märkten sinkt die Nachfrage nach Waren aus dem Freistaat bereits spürbar. Wir sehen das deutlich bei den M+E Exporten in die Eurozone. Diese sind im Zeitraum von Januar bis September im Vorjahresvergleich trotz Inflation wertmäßig um 0,3 Prozent zurückgegangen. Die Ausfuhren nach Frankreich sanken um 5,2 Prozent, die Ausfuhren nach Italien um 6,7 Prozent und die nach Österreich um 3,1 Prozent“, so Brossardt.

Die Exporte in die USA, dem größten Einzelmarkt für M+E Erzeugnisse aus dem Freistaat, konnten im ersten Dreivierteljahr wertmäßig um 26,2 Prozent zulegen, die Ausfuhren nach China, dem zweitwichtigsten Einzelmarkt, lediglich um 2,6 Prozent. „Einerseits macht der derzeit gegenüber dem Dollar schwache Euro bayerische Produkte für die USA attraktiver. Andererseits bremst die nach wie vor strenge Null-Covid-Politik Chinas die dortige konjunkturelle Entwicklung und damit auch die Nachfrage nach M+E Erzeugnissen aus Bayern“, erläutert Brossardt.

Der größte Teil der bayerischen M+E Exporte entfiel in den Monaten von Januar bis September auf Kfz und Kfz-Teile, sie konnten wertmäßig um 9,9 Prozent gesteigert werden. Die Exporte von Elektro- und Elektronikprodukten stiegen um 6,3 Prozent, die Maschinenexporte um 5,6 Prozent.

Insgesamt machten die M+E Ausfuhren in den ersten neun Monaten 2022 63,4 Prozent und damit fast zwei Drittel aller Exporte aus dem Freistaat aus. „Die exportorientierte M+E Industrie ist ein Motor für die gesamte bayerische Wirtschaft. Umso schwerer wiegt es, wenn dieser Motor ins Stottern gerät“, so Brossardt abschließend.