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20.02.26 | Pressemitteilung

Weiterer De-Industrialisierung gemeinsam entgegenwirken / Brossardt weist Vorwürfe der IG Metall Bayern entschieden zurück

Der vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. zeigt sich ebenso besorgt über den Stellenabbau und die weiter voranschreitende De-Industrialisierung im Freistaat wie die IG Metall Bayern. „Die Lage in der bayerischen M+E Industrie ist ernst. Das wissen wir alle. Die schwache Konjunktur und anhaltende gravierende strukturelle Probleme belasten die Unternehmen. Dreh- und Angelpunkt ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die hängt an Rahmenbedingungen, die nur bedingt beeinflussbar sind. Dieser gewaltigen Herausforderung stellen sich Arbeitgeber täglich. Sie müssen aufgrund der schwierigen Lage oft schwere Entscheidungen treffen, um ihre Betriebe am Leben und auch Beschäftigte halten zu können. Der Abbau von Stellen beispielsweise geschieht nie leichtfertig, sondern mit Blick auf den nachhaltigen Erhalt des Unternehmens. Ich verwehre mich ausdrücklich gegen anderslautende Vorwürfe“, betont vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

„Angesichts einer so schwierigen Gesamtlage ist es grotesk, alte spaltende Muster und Feindbilder zu bemühen – und es bringt auch niemandem etwas. Wir müssen an einem Strang ziehen. Das ist unsere gemeinschaftliche Verantwortung. Dazu müssen wir offen über Lösungsansätze reden, und die Arbeitnehmerseite darf nicht jede Idee gleich emotional zugespitzt verwerfen“, kritisiert Brossardt. Der vbm weist darauf hin, dass die wesentliche Stellschraube zur Verbesserung der Situation die Personalkosten sind. Diese sind in der bayerischen M+E-Industrie in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent gestiegen. Die Kostenlast hat die Gewinne in den Unternehmen schrumpfen lassen. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und globaler Krisen sind viele Betriebe in Schieflage geraten. Ein Viertel der bayerischen M+E Unternehmen haben 2025 Verluste geschrieben. „Wir müssen jetzt besonnen und mit Weitblick agieren – zum Erhalt unseres Industriestandorts. Es ist die Verantwortung der Tarifparteien, ihren Gestaltungsspielraum für unseren Standort bestmöglich einzusetzen. Wir sind jederzeit bereit zu konstruktiven Gesprächen“, so Brossardt.