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Autor*in des Beitrags

Elias Kerperin

Volks- und Außenwirtschaft, Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen

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Arbeitsmarkt | Information | 23.11.2022

M+E Konjunkturbarometer

Das aktuelle M+E Konjunkturbarometer zeichnet ein gemischtes Bild der konjunkturellen Lage in der bayerischen M+E Industrie. So kämpfen insbesondere die Unternehmen aus der Metallerzeugung und dem Automotive-Bereich mit einer schwächelnden Produktion. Gleichzeitig bewerten die Unternehmen aus fast allen Branchen die aktuelle Lage als gut und auch die Beschäftigungssituation ist sehr stabil. Die Perspektive trübt sich hingegen immer weiter ein. Neben tief notierenden Stimmungsindikatoren nahmen zuletzt auch die Auftragseingänge ab.

Aktuelle Lage überwiegend stabil, Perspektive trübt sich weiter ein.

Die Ampel der Produktion in der M+E Industrie steht auf Orange. Unterbrochene Lieferketten und massiv gestiegene Preise für Energie und weitere Vorleistungsgüter belasten insbesondere die Unternehmen der Automotive-Branche und der Metallerzeugung. Die Hersteller elektrischer Ausrüstungen sowie die Unternehmen aus der Elektronik-Industrie weisen hingegen vergleichsweise gute Produktionszahlen vor.

Die Situation bei den Exporten wird im vorliegenden Barometer überschätzt. Hohe Preissteigerungen in fast allen Warengruppen lassen die Exportwerte zurzeit stärker steigen als die gehandelten Mengen.

Die Auftragseingänge in der M+E Industrie sind zuletzt deutlich zurückgegangen und werden nun durch ein orangenes Feld dargestellt. Durch den Rückgang liegen die Auftragseingänge das erste Mal seit langer Zeit wieder unter den Umsätzen. Der Auftragsbestand nimmt somit neuerdings ab statt zu. Nichtsdestotrotz verbleibt der Auftragsbestand auf hohem Niveau. Die Elektronikindustrie sowie die Hersteller elektrischer Ausrüstungen konnten dem allgemeinen Trend trotzen und ihre Auftragseingänge stabil halten, was im vorliegenden Barometer durch dunkelgrüne Felder signalisiert wird.

Die Geschäftserwartungen in der M+E Industrie sind weiterhin stark eingetrübt. Grund dafür ist die aktuelle Vielzahl an Krisen, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Hohe Preissteigerungen insbesondere für Energie belasten die Erträge der Unternehmen und senken die allgemeine Nachfrage. Hinzu kommen wirtschaftliche Unsicherheiten vor allem aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine, aber auch die Corona-Pandemie ist noch nicht vollständig überwunden. Insbesondere der wichtige Exportmarkt China entwickelt sich weiter schwach.

Die Lage im Bereich Beschäftigung ist weiter gut. So steigen die Beschäftigtenzahlen stetig an, zuletzt sogar leicht beschleunigt. Die Kurzarbeiterzahlen bleiben hingegen niedrig. Lediglich die Beschäftigungspläne haben sich zuletzt leicht verschlechtert, so dass die Ampel für die gesamte M+E Industrie von hellgrün auf gelb gesprungen ist.