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04.11.26 | Pressemitteilung

Pressestatement zu den massiven Warnstreiks in der bayerischen M+E Industrie / Warnstreiks und Klassenkampfrhetorik sind in diesen Zeiten unangemessen

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V.:

„In jeder Tarifrunde verzögert die IG Metall die Verhandlungen mit massiven Warnstreiks und unnötiger Klassenkampfrhetorik aufs Neue. Das ist grundsätzlich aus der Zeit gefallen, in der jetzigen Situation zudem völlig unangemessen. Schwer wiegt auch der Loyalitäts- und Vertrauensverlust, der damit einhergeht. Die Unternehmen tun alles dafür, Beschäftigung zu halten. Ein Beschäftigungsabbau ist immer Ausdruck einer tiefgreifenden Krise und niemals leichtfertig. Umso befremdlicher wirkt es dann, wenn die Belegschaften vor den Werkstoren überzogene Forderungen der Gewerkschaft wiederholen. Es ist unnötig, derart die Muskeln spielen zu lassen und in dieser Form eine Drohkulisse aufzubauen. Die Konjunktur- und Strukturkrise reicht vollkommen aus, den Ernst der Lage auch ohne Warnstreiks deutlich zu machen. Wir wünschen uns hier deutlich mehr Einsicht von der IG Metall und den streikenden Beschäftigten. Unser Angebot ist fair und der Situation angemessen. Es gilt nun am Verhandlungstisch einen Kompromiss zu finden, für die Unternehmen und die Beschäftigten. Auf der Straße und vor dem Werkstor wird dieser nicht gelingen.“