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Autor*in des Beitrags

Veronika Gehrmann

Projekte, Arbeitsmarkt, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung

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06.06.23 | Information

Engpassanalyse 2022

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Fachkräfteengpassanalyse für das Jahr 2022 veröffentlicht. Die Engpassanalyse der BA stellt eine Möglichkeit dar, die aktuelle Fachkräftesituation zu bewerten. Sie basiert auf Statistikdaten der BA wie den gemeldeten Stellen und den registrierten Arbeitslosen. Die Analyse zielt darauf ab, bundesweite Engpässe nach Berufen zu identifizieren.

Arbeitsmarktentwicklung 2022

  • Mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 sind viele Menschen aus der Ukraine geflohen und haben unter anderem in der Bundesrepublik Schutz gefunden.
  • Diese Entwicklung im Jahr 2022 machte sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. So ist beispielsweise mit der Erfassung ukrainischer Staatsangehöriger die Arbeitslosigkeit im zweiten Halbjahr 2022 kräftig gestiegen.
  • Der Bedarf der Unternehmen nach neuen Arbeitskräften nahm trotz allem weiter zu. Die IAB-Stellenerhebung vermeldete im 4. Quartal 2022 mit knapp zwei Millionen offenen Stellen einen erneuten Rekord.
  • Die Zahl der Engpassberufe stieg 2022 ebenfalls auf einen Höchstwert.

Engpassberufe 2022

Die Engpassanalyse zieht die Vakanzzeiten der gemeldeten Stellen, den Stellenzugang und -bestand bei der BA, den Bestand an Arbeitslosen und die berufsspezifische Arbeitslosenquote heran. Demnach liegt ein Fachkräftemangel in einem Beruf vor, wenn die regionale Vakanzzeit ab 30 Prozent über dem Bundes- beziehungsweise Landesdurchschnitt aller Berufe liegt und es weniger als 200 Arbeitslose je 100 gemeldete Stellen gibt, bei Expert*innen sind es weniger als 400 je 100 gemeldete Stellen, und die berufsspezifische Arbeitslosenquote nicht höher als drei Prozent liegt.

  • In 200 der rund 1.200 bewerteten Berufen wurde ein Engpass festgestellt, 52 mehr als ein Jahr zuvor. In mittlerweile jedem sechsten Beruf werden somit Fachkräfte knapp.
  • Gut die Hälfte dieser Berufsgattungen mit einem Engpass sind Berufe auf Fachkräfteebene, ein gutes Viertel sind Spezialisten und ein Fünftel Experten.
  • Für weitere 157 Berufsgattungen weisen die Indikatoren zwar keinen Engpass aus, jedoch stehen diese Berufe aufgrund des ermittelten Punktewertes unter Beobachtung.
  • Für 153 Berufsgattungen werden keine Anzeichen auf Engpässe erkannt. Es zeigen sich Engpässe vor allem in Pflegeberufen, im Bereich der medizinischen Berufe, in Bau- und Handwerksberufen und in IT-Berufen. Aber auch Berufskraftfahrer*innen sowie Erzieher*innen werden händeringend gesucht.
  • Regional zeigen sich weitestgehend die bundesweiten Engpassberufe.

Fachkräftesicherung als zentrale Zukunftsaufgabe

Die vbw engagiert sich seit über fünfzehn Jahren zusammen mit den bayerischen Metall- und Elektroarbeitgebern bayme vbm in verschiedenen Projekten zur Fachkräftesicherung. Dieses Engagement wurde mit der Initiative Fachkräftesicherung+ nochmals intensiviert. Zusammen mit der bayerischen Staatsregierung hat sich die vbw in dieser Initiative das Ziel gesetzt, zusätzliche Fachkräfte für die bayerische Wirtschaft zu aktivieren.

Die Fachkräfteengpassanalyse 2022 stellen wir im Downloadbereich für Sie bereit.