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Autor*in des Beitrags

Isabell Grella

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

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Bildung | Information | 04.08.2022

Ausbildungssituation in der bayerischen M+E Industrie

Am 04. August 2022 hat bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Ergebnisse der aktuellsten Ausbildungsumfrage in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie vorgestellt.

Ausbildungsentwicklung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie

Mit Blick auf das Jahr 2022 zeichnet sich ein deutlicher Aufwärtstrend ab. Die aktuelle repräsentative Befragung unter bayme vbm Mitgliedsunternehmen ergab die Prognose von 13.966 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen für das Ausbildungsjahr 2022. Dies bedeutet einen Anstieg von rund 6,2 Prozent. Der Ausblick auf 2023 ist jedoch verhalten, da die volatile Wirtschaftslage und der Bewerbermangel ihre Spuren hinterlassen. Für 2023 wird ein Rückgang um 2,9 Prozent erwartet.

"Die zu Jahresbeginn erhoffte konjunkturelle Erholung ist ausgeblieben und die Produktion geht weiter zurück. Für die kommenden Monate überwiegt Pessimismus bei unseren Unternehmen. Die eingetrübte Stimmung wirkt sich auch auf den Ausbildungsmarkt aus“, kommentierte Bertram Brossardt die Ergebnisse.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der M+E Industrie höher sein könnte. Ungünstig wirkt sich weiterhin vor allem der Bewerbermangel aus. 78 Prozent der Unternehmen nannten den Mangel an geeigneten Bewerber*innen als Ursache für den Rückgang der Ausbildungsverträge. Das entspricht einem Anstieg um 25 Prozent im Vergleich zur Frühjahrsumfrage 2022.

Ausbildungsvergütung in der bayerischen M+E Industrie

Die tarifliche Ausbildungsvergütung in der M+E Industrie ist sehr attraktiv. Insgesamt beträgt das Azubigehalt durchschnittlich 1.111 Euro.

Übernahmequote

Die Übernahmesituation ist weiterhin sehr gut: über 92 Prozent der befragten M+E Unternehmen übernahmen ihre Azubis 2022 befristet oder unbefristet, für 2023 verbessert sich die Prognose noch einmal auf knapp 98 Prozent.

Zudem bietet die bayerische M+E Industrie speziell für Mittelschulabsolvent*innen gute Perspektiven. So kommen knapp 40 Prozent der Azubis von der Mittelschule.

Ausbildungsmarketing

83,4 Prozent der M+E Unternehmen arbeiten bereits mit Schulen zusammen oder planen, dies zu tun. Davon beteiligen sich 81,9 Prozent an realen Veranstaltungen. 59,4 Prozent bieten eine Werksführung an. 39,9 Prozent beteiligen sich an digitalen Veranstaltungen (z. B. regionale Berufsorientierungsmesse), 39,1 Prozent bieten Berufsorientierungsmaßnahmen und 15,2 Prozent einen Elternabend an.